Andreas Dorsch

Die konventionelle Straßenbeleuchtung in der Höchstadter Innenstadt erfüllt ihre Funktion. Die Lampen unterschiedlicher Bauart spenden soviel Licht, dass Fußgänger nachts ihren Weg finden. Wie die Beleuchtung aber auch funktionieren könnte, sehen Passanten, die dieser Tage durchs nächtliche Höchstadt spazieren.
Dozent Michael Müller von der Hochschule Coburg hat mit einem Studenten-Team die Höchstadter Kulturmeile so illuminiert, dass auf einigen Abschnitten die herkömmliche Straßenbeleuchtung ersetzt werden könnte. Auf der Meile zwischen Kellerberg und Fortuna Kulturfabrik wurden eine ganze Reihe historischer Bauten mit ihren schmucken Fassaden in besonderes Licht getaucht.
Am Kulturfeuerwerk-Wochenende sollte die Illumination die Gäste beeindrucken. So hatte es der Stadtrat im Mai beschlossen. Jetzt läuft die Testphase weiter, nach der der Stadtrat darüber beraten will, ob daraus eine Dauerlösung werden könnte.
Für den Licht-Experten Müller steht das Urteil schon fest: "Höchstadt braucht eine atmos-phärische Beleuchtung, die zum Verweilen einlädt." Wie er gestern im Gespräch mit dem FT erklärte, würde er einen Teil der Straßenbeleuchtung durch eine spezielle, hochwertige Architekturbeleuchtung ersetzen.
Müller hat auch schon eine Vorschlagsliste für einzelne Objekte. Dazu zählen Kellerhäuschen am Kellerberg, Spitalkirche, Töpfla, Pfarrkirche St. Georg, Rathaus, Marktplatz, Hauptstraße bis einschließlich Stadtturm. Dabei würde die indirekte Beleuchtung so angebracht, dass sie nicht in die Fenster strahlt.
Für die Stadt wäre das allerdings ein "größeres Unterfangen", meint Müller. Man käme an Tiefbaumaßnahmen nicht vorbei. Leerrohre und Fundamente müssten gelegt werden und man bräuchte ein Konzept, was wie gemacht werden soll.