Theresa schiffl Erlangen-Höchstadt — Bücher sind aus Schulen oder Universitäten nicht wegzudenken. Neben Unterrichts- oder Fachbüchern ist aber auch das Lesen von Romanen, Geschichtsbüchern oder Klassikern sehr wichtig. Für Kinder ist eine regelmäßige Lektüre ebenfalls von großer Bedeutung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BmBF) schreibt auf seiner Homepage: "Kinder, die mit Büchern aufwachsen, lernen besser Lesen und haben später höhere Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg. "

Leseförderung an Schulen

"Wer lesen kann, ist klar im Vorteil", dieses Zitat hängt auch im Lehrerzimmer der Grundschule Röttenbach, erzählt Schulleiterin Dagmar Pilger. In der Schule fand im Februar die Lese- und Märchenwoche statt.

Die Lesewoche wurde zusammen von Renate Stumpf und ihrer Helferin Tatjana Schramm-Lorber, den Lehrerkollegium, dem Elternbeirat, der Schülbücherei und der Mittagsbetreuung organisiert. Am Freitag fand die Aktion "Lesen im Schuhkarton" statt. Dabei konnten Eltern und Großeltern, aber auch Lesebegeisterte aus der Gemeinde einen Schuhkarton zu einem Kinderbuch gestalten. Die Schüler konnten sich dann "Eintrittskarten" zu den jeweiligen Büchern holen, bekamen die Geschichte vorgelesen und bekamen Arbeits- und Rätselblätter dazu.Auch Jodi Bertog, Mutter eines Drittklässlers, hat eine Schuhschachtel zu einem englischen Buch mit Bildern von Tieren und dem englischen Wort dazu, einer "Schatzkarte" und einem Marienkäfer gestaltet. "Lesen macht einfach Spaß und bietet den Kindern auch eine Möglichkeit, sich vom Schuldruck zu entspannen", erklärt sie.

Lesen ist entspannend

Im Rahmen der Lesewoche haben die Schüler ein Lied über das Lesen gelernt. In "Lesen heißt, auf Wolken liegen" aus einem Liederbuch von Christa Zeuch, steht in der ersten Strophe bereits ein Argument für das Lesen: "Willst du einmal weit auf Reisen gehen, andere Menschen und ihr Land verstehen, dann lies ein Buch."

Schulleiterin Dagmar Pilger ist ebenfalls der Ansicht, dass Lesen dabei hilft, sich die Welt zu erschließen und besser zu verstehen. "Lesen ist dafür die wichtigste Lernkompetenz", sagt Pilger. Die Schüler müssten Texte sicher, aber auch kritisch lesen und Informationen herausfiltern, so die Schulleiterin. Lesen biete jedoch weitere Vorteile. "Es fördert viele Fähigkeiten wie die Konzentration, einen größeren Wortschatz, einen besseren Ausdruck", meint Pilger. Mit der Lese- oder auch der Märchenwoche möchte die Grundschule hier einen wichtigen Grundstein für die Lesekompetenz ihrer Schüler legen.

Anregung für Bücherlesen

"Wir wollen sie anregen, ein Buch zu lesen und dass sie daran Freude haben", sagt Pilger. An der Schule gibt es auch ein sogenanntes "Tischbuch". Das liege an den Tischen der Schüler und darin können sie die Zeit bis zum Unterrichtsbeginn überbrücken. "Manche kommen deswegen sogar früher", meint Pilger.

Die Schulbücherei werde auch gut genutzt, erzählt Renate Stumpf. "Durch das Leseprogramm Antolin bekommen wir einen Überblick über die gelesenen Bücher und die Schüler bekommen dafür auch eine Urkunde", erklärt Stumpf.

Bessere Rechtschreibung

Helga Brauner, Rektorin der Grundschule Höchstadt Süd, vertritt ebenfalls die Meinung, dass Lesen eine wichtige Kompetenz sei und mehr gefördert werden müsse. "Unsere Kinder lesen einfach zu wenig", sagt sie. Die Internetkompetenz sei zwar wichtig, jedoch ebenso das Lesen.

Deswegen gibt es auch an ihrer Grundschule eine Antolin-Bücherei. "Alle zwei Wochen sollen unsere Schüler ein Buch lesen und dazu Fragen beantworten." So können die Lehrkräfte kontrollieren, ob die Kinder das Buch auch wirklich gelesen haben und wie sie die Fragen beantwortet haben. "Das fördert eine bessere Rechtschreibung", sagt Brauner.