Die Dr.-Roßbach-Grundschule in der Kronacher Straße konnte ein sehr positives Fazit zum Einsatz einer speziellen Vorlese- und Erzählbox ziehen, die die "Aktiven Bürger" beschafft hatten. Mit Vielfalt, mehrsprachigen Texten und zum Teil Comic-Darstellungen führt sie Kinder ans Lesen heran, die Deutsch nicht als Muttersprache gelernt haben. Jetzt steht die Box auch anderen interessierten Grundschulen im Landkreis zur Verfügung.

Sie enthält auch Begleitmaterial mit Tipps und Ideen für vielfältige Erzähl- und Vorlesestunden. Lehrerin Svenja Zwack führt eine 3. Klasse mit 24 Kindern, davon 13 mit Migrationshintergrund. Sie erprobte in den vergangenen Monaten ausgiebig diese neue Vorlese- und Erzählbox, die den Titel "Zusammen lesen - zusammen leben" trägt. Dabei waren ihr die beiden ehrenamtlich tätigen Lesepatinnen von den Aktiven Bürgern, Marlies Andresen und Angelika Peichl, eine wertvolle Hilfe. "Die Kinder haben definitiv mehr Spaß am Lesen gewonnen", stellt die Lehrerin erfreut fest. Und Lesepatin Marlies Andresen, die sie sogar mehrmals die Woche unterstützt, hat große Freude an ihrem Einsatz, "weil man die Wirkung merkt", wie sie ergänzt. Angelika Peichl hebt hervor, dass die Kinder ganz besonderes Interesse am mehrsprachigen und altersgerecht reich bebilderten Atlas gezeigt hätten. Auch hätten viele der Bücher einen starken "Aufforderungscharakter", das Gelesene in Bewegung, Gesang oder andere kreative Aktionen umzusetzen.

"Dankeschön-Veranstaltung"

Die Koordinatorin für Leseförderung an Schulen, Jutta Vogel, informierte, dass die Vorlese- und Erzählbox im Wert von 700 Euro, die die Aktiven Bürger über ihre Kooperation mit der "Stiftung Lesen" erhalten hatten, aufgrund der sehr guten Erfahrungen jetzt auch an andere Grundschulen im Landkreis verliehen werden kann. Eingebettet war dieser Erfahrungsbericht in die schon traditionelle "Dankeschön-Veranstaltung" der Schule für ihre derzeit insgesamt 13 Lesepatinnen.

Rektorin Pia Löffler zeigte sich stolz und dankbar, dass ihre Schule seit vielen Jahren eine so intensive Unterstützung von den Aktiven Bürgern erhalte. Als Besonderheit erwähnte sie den Dienst von Mona Engel, die im nahen Landratsamt arbeite und diese Leseförderung in ihrer Mittagspause durchführe. Im Zeitraum von November bis Juni kämen die Ehrenamtlichen in der Regel einmal pro Woche, um in rund einer Stunde ein bis drei leseschwächere Schüler gezielt zu fördern. Dies könne in dieser Intensität im normalen Unterrichtsgeschehen nicht geleistet werden und sei deshalb ein wertvoller Beitrag zur Entwicklung der Kinder. Denn Lesen sei als Schlüsselqualifikation entscheidend für den weiteren Schul- und Berufsweg. Als äußeres Zeichen des Dankes überreichte die Rektorin jeweils ein liebevoll von den Schülern dekoriertes Topf-Basilikum und lud zu einer Kaffeetafel ein. red