Poxdorf — In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurden die Sanierung des Friedhofes, Möglichkeiten der künftigen Nutzung des Raiffeisengrundstücks, eine Elternumfrage im Kindergarten und eine Sondertilgung für ein Darlehen behandelt.
Die längst notwendige Sanierung des Poxdorfer Friedhofs wurde vom Gemeinderat konkret in Angriff genommen. Zunächst ging es um die Frage, was mit der jahrelang immer nur notdürftig ausgebesserten Aussegnungshalle geschehen solle.


Für 260 000 Euro

Landschaftsarchitektin Elke Döhler hatte in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Schmitt-Vogels (Bamberg) Entwürfe erarbeitet, die sie den Räten vorstellte. Variante 1 sieht vor, dass die Aussegnungshalle an der bisherigen Stelle neu errichtet wird, mit quergestelltem und dadurch vergrößertem Aussegnungsraum, Platz für Toiletten und einer Überdachung des Eingangs, damit der Pfarrer bei den Trauerzeremonien nicht mehr im Regen stehen muss (Kosten circa 260 000 Euro).
Nach Variante 2 würde der Neubau der Aussegnungshalle in Richtung Parkplatz/Festplatz verlegt, an den Rand des Friedhofs. Hier steht mehr Platz zur Verfügung, etwa für ein Behinderten-WC, einen Lagerraum und Abfallbehälter für Grüngut. Im Zusammenhang damit könnte dann auch der Friedhofseingang umgestaltet werden, der zurzeit nur, wie Elke Döhler formulierte, "ein Loch in der Friedhofshecke ist".
Vor dem an dieser Stelle neu errichteten Leichenhaus wäre ausreichend Platz für einen Begegnungsort mit Bäumen und Bänken; vom Parkplatz her könnten die Leichenwagen dann auch bis zur Halle vorfahren (Kostenpunkt circa 340 000 Euro). Döhler plädierte für Variante 2, unter anderem auch deshalb, weil dann von der Kreisstraße aus gesehen "der Blick auf die ungewöhnlich schöne und historisch interessante Kirche nicht mehr durch das Leichenhaus verstellt wird".
Bürgermeister Paul Steins sah als Vorteil von Variante 2, dass während der Bauarbeiten am Friedhofsende weiter beerdigt werden könnte. Willi Schneider (FW) wies darauf hin, dass Variante 2 auch wegen des Kanalanschlusses praktischer sei.


Einstimmig

Nach Döhlers Vorstellungen könnte anstelle des alten Leichenhauses ein Ruheort mit Bäumen und einem Brunnen entstehen. Details sollen später diskutiert werden. Der Gemeinderat entschied einstimmig, Variante 2 umzusetzen.