Wie sinnvoll Übungen der Feuerwehren sind, hat sich bei der Großübung mit fünf Wehren in Marktgraitz gezeigt. Hierbei wurde Alarm im Kindergarten St. Michael ausgelöst. Fiktiver Grund war ein Feuer mit starker Rauchentwicklung, welches nach Arbeiten des Hausmeisters entstanden war. Sehr zügig klappte die Evakuierung der Kinder mit ihrer Leiterin Bianca Herbst. Die Kinder wurden schnell in Nachbarhäusern untergebracht. Dennoch waren sechs Kinder noch im Raum.

Mit Atemschutz rückten Feuerwehrleute aus Marktgraitz und Redwitz in das brennende Objekt vor. Die Rettung der Kinder und des verletzten Hausmeisters klappte schnell. Zusammen mit den Feuerwehren aus Unterlangenstadt, Trainau und Mannsgereuth wurden die Wasserschläuche gelegt und der Löschangriff mit Stichleitungen von zwei Seiten aufgebaut. Die etwa 60 Wehrler konnten so den simulierten Brand bekämpfen.

Einsatzleiter und Marktgraitzer Kommandant, Thomas Müller, zeigte sich am Ende der Übung mit der Alarmierung unzufrieden. Hier bestehe dringend Gesprächsbedarf. Dennoch sei die Übung mehr als wichtig gewesen. Auch ging er auf die beengte Situation am Kindergarten ein, die im Ernstfall beherrscht werden muss. So sei es nicht möglich, mit mehr als zwei Fahrzeugen am Eingangsbereich vorzufahren. Wenn eine Drehleiter gebraucht würde, könne diese nur am Wendehammer hinter der Einrichtung postiert werden.

Gut geklappt habe die Abstimmung der Atemschutzträger bei der Rettung der im Haus befindlichen Personen. Alles in allem sei es eine mehr als erfahrungsreiche und wichtige Großübung in einem schwer zugänglichen Gebäude gewesen.

Dafür, dass Kinder die Übung so toll begleitet hatten, bekamen sie drei Feuerwehrbobbycars überreicht, die natürlich sofort auf ihre Tauglichkeit getestet wurden. di