Der Markt Burgebrach beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung im Gemeindebereich auf die energiesparende LED-Technik umzustellen. Der Marktgemeinderat habe sich mit diesem Thema in der vergangenen Sitzung bereits auseinandergesetzt, so Erster Bürgermeister Johannes Maciejonczyk (CSU). Gemäß dem Wunsch des Marktgemeinderates stellte nun ein Vertreter der Stadtwerke Bamberg, Matthias Windfelder, ein alternatives Konzept zu Bayernwerk vor. Er erörterte zwei mögliche Varianten.
Im Gemeindebereich Burgebrach sind derzeit 1230 Leuchten vorhanden, davon 101 LED-Leuchten, 852 technische Leuchten und 277 sogenannte gestalterische Leuchten. Variante 1 sieht vor, die LED-Leuchten zu belassen, die technischen mit LED-Technik zu erneuern und die gestalterischen Leuchten umzurüsten. Statt bisher 460 000 kW/h benötige der Markt nach der Umstellung lediglich rund 170 000 kW/h und erziele eine Einsparung von rund 65 Prozent, so der Experte.
Lieferung und Montage würden ausgeschrieben werden. Nach Abzug einer Förderung und unter Berücksichtigung der Energieeinsparung und der aktuellen Marktpreise würden sich die Investitionskosten in Höhe von rund 260 000 Euro nach circa viereinhalb Jahren amortisieren, so Windfelder.
Variante 2 sieht lediglich eine Umrüstung der technischen und gestalterischen Leuchten auf den neuesten Stand vor. Unter Berücksichtigung der Wartungskosten der bestehenden Leuchten und einer Energieeinsparung von 50 Prozent würden sich die Investitionskosten in Höhe von rund 67 000 Euro nach eineinhalb Jahren rechnen. Dabei würden allerdings alle vorhandenen Gehäuse im Bestand bleiben. Der Marktgemeinderat hat die Ausführungen zur Kenntnis genommen und wird zu gegebener Zeit eine Entscheidung treffen.


Flächendeckendes Netz

Weiter befasste sich der Marktgemeinderat mit dem Ausbau des Mobilfunknetzes in den unversorgten Gebieten Treppendorf, Hirschbrunn und Oberköst. Gemäß den Ausführungen des Bürgermeisters können bald nach einem neuen bayerischen Mobilfunk-Förderprogramm für den Ausbau Förderungen beantragt werden, allerdings fehlen noch die Details.


Der Markt leuchtet

Zur Anbindung an das Mobilfunknetz müsste sich die Gemeinde selbst um eine Versorgungs-Station bemühen. Nicht nur die Bürger wären dann mobil erreichbar, auch die Feuerwehren könnten dann den heute standardmäßigen Digitalfunk nutzen. Nach Inkrafttreten der Förderrichtlinie soll ein entsprechender Antrag gestellt werden, so der Beschluss des Marktgemeinderates.
Im Rahmen des Projektes "Oberfranken leuchtet" über Oberfranken Offensiv e. V. kommt auch Burgebrach in den Genuss einer neuen nächtlichen Erscheinung. Dazu zeigte Dipl.-Ing. Michael Müller, Dozent der Hochschule Coburg, Beispielbilder aus vorangegangenen Aktionen in anderen Orten. In der Woche vor der Kirchweih ab 22. September soll Burgebrach über zehn Nächte gezielt nach Wahrzeichen, Gebäude, Naturelementen und anderen Details beleuchtet werden. Man wolle der Lichtverschmutzung entgegenwirken und mehr die Umgebung in Szene setzen, so Müller. Die Straßenbeleuchtung wird dann in diesen Bereichen ausgeschaltet werden.
Die Aufbauarbeiten dauern drei Tage und werden von einem zehnköpfigen Team ausgeführt, berichtete Müller. Der Markt Burgebrach müsse lediglich für die Unterkunft und die Verpflegung sorgen. Es ist vorgesehen, so Bürgermeister Maciejonczyk, dass während der Aktion täglich ein Rahmenprogramm aufgelegt werde.


Markus Söder kommt

Im Anschluss gab der Bürgermeister weitere Termine bekannt: Das Blues- und Jazzfestival findet in Burgebrach am 10. August statt, die Einweihung des Feuerwehrgerätehauses in Oberharnsbach am 8. September und der Jugendverkehrsschule am 21. September. Am 29. September wird der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Burgebrach erwartet.