Im Rahmen einer Feierstunde in der Münchner Residenz hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 59 Personen die Christophorus-Medaille verliehen. Unter anderem auch an drei Lebensretter aus dem Landkreis Bamberg.

Alexander Betz aus Scheßlitz und Martin Kraus aus Stadelhofen retteten durch ihr beherztes Eingreifen den Vater von Martin Kraus, der mit seinem Radlader umgekippt war und eingeklemmt wurde. Der achtjährige Martin holte seinen 15-jährigen Cousin Alexander und wies ihn an, mit einem Traktor den Radlader anzuheben. Zudem baten die beiden einen weiteren Traktorfahrer um Hilfe. So konnte sich der Verunglückte mit letzter Kraft drehen und befreien.

Ebenfalls zu den Geehrten gehört Klaus Dörnbrack aus Burgebrach. Er hatte bemerkt, wie ein Mann während Mäharbeiten von Hornissen angegriffen wurde. Er eilte zu dem am Boden liegenden und von Hornissen übersäten Mann, zog ihm den Pullover aus und schleppte ihn aus dem Wald.

"Ich danke allen Rettern für ihren selbstlosen Einsatz. Sie sind Vorbilder an Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Es gehört viel Mut dazu, trotz eigener Gefahr anderen das Leben zu retten. Das verdient unseren größten Respekt", so MdL Holger Dremel (CSU).

Mit der Christophorus-Medaille wurden laut der Mitteilung seit dem Jahr 1983 bislang 1725 Personen geehrt. red