Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung (BN), vertreten durch Biologin Sandra Kramps, hat im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Bayern-Tour-Natur" 55 Erwachsene und Kinder zur Fledermausexkursion Richtung Ebersbach mitgenommen. Die Biologin Ute Gellenthien führte durch die Fledermausnacht.

Gellenthien ist ebenso wie Eduard Zöbelein in Hallerndorf ehrenamtlicher Fledermausberater für den Landkreis Erlangen-Höchstadt und Landkreis Forchheim (Schwerpunkt westlicher Landkreis) und somit Ansprechpartnerin für verletzte oder verlassene junge Fledermäuse und Beraterin für Fledermausquartiere (Kontakt: Telefon 09190/995316).

Gellenthien erläuterte Lebensweise, Jagdverhalten und Aussehen der heimischen Fledermäuse anhand eines Körperbaumodells. Im Spiel lernten die Anwesenden, wie Fledermäuse durch Ultraschallrufe ihre Beute im Flug lokalisieren und erbeuten. In einem nahe gelegenen Garten wurden verschiedene Fledermauskästen, die an Bäumen angebracht waren, vorgestellt. Sie erklärte, wo und wie Fledermäuse in den Sommer-/Wintermonaten tagsüber schlafen beziehungsweise sich aufhalten. In diesem Garten wurden dann auch die ersten Fledermäuse entdeckt, die über einem kleinen Teich auf Jagd waren.

Danach führte Gellenthien die Teilnehmer zu zwei Fischteichen am Ebersbach, wo man mit Taschenlampen die Fledermäuse sehr gut beim Jagen beobachten konnte. Mit einem "Bat-Detektor" wurden die Ultraschallrufe von jagenden Fledermäusen hörbar gemacht. Anhand der Frequenz, die bei jeder Fledermausart verschieden ist, lassen sich die Arten bestimmen.

Im Laufe des Abends konnten drei verschiedene Arten identifiziert werden: Wasser-, Mücken- und Zwergfledermaus. Wie der Name schon verrät, jagt die Wasserfledermaus gerne über Wasserflächen und sammelt mit den Füßen Insekten von Ober-flächen ab. Dabei scheut sie sich auch nicht, nass zu werden. Zwerg- und Mückenfledermaus gehören zu den kleinsten Arten. Sie wiegen oft weniger als fünf Gramm und man sieht sie häufig unter Straßenlaternen Insekten jagen. Die Fledermausführung endete gegen 20.30 Uhr. red