Der Dank für 40-jährige Mitgliedschaft beim Verband für landwirtschaftliche Fachbildung (VLF) und die Treue zum Berufsstand prägte die Hauptversammlung des Kreisverbands im Landgasthof Geuther. Eine Ehrenurkunde und ein Präsent erhielten Hildegard Baudler (Rugendorf), Hans Bauer (Kupferberg), Manfred Dörfler, Hans Puchta, Peter Rohr (alle Neudrossenfeld), Karl Günther, Hans Hartmann, Erwin Popp (alle Thurnau), Hans Hereth (Kulmbach), Werner Limmer (Untersteinach), Wilfried Löwinger, Manfred Zanner (beide Harsdorf), Edgar Popp (Wonsees) und Volkmar Villa (Presseck).
Zur bestandenen Meisterprüfung gratulierte der VLF Andre Burger, Christan Will (beide Marktleugast), Johannes Dörfler, Robert Wölfel (beide Neudrossenfeld), Maximilian Reif (Kulmbach) und Sebastian Weiß (Grafengehaig). Erfolgreich haben Christian Hugel (Neuenmarkt) und Jürgen Schwarzott (Wonsees) die Landwirtschaftsschule absolviert. Die Gehilfenprüfung legten Dominik Pfändner (Wonsees) und Pascal Friedrich (Mainleus) ab. Aktuell befinden sich 23 junge Frauen und Männer in der Ausbildung zum Landwirt.


51 Mitgieder weniger

Den Mitgliederstand bezifferte VLF-Geschäftsführer Guido Winter mit 784 Personen, davon 236 Frauen und 548 Männer. Das sind 51 Mitglieder weniger als im Vorjahr. Die nächste Lehrfahrt führe vom 28. Mai bis 1. Juni nach Venetien in Norditalien. "Wir werden auch 2016 vieles anbieten - von gesellschaftlichen Ereignissen über fachliche Themen bis hin zur agrarpolitischen Meinungsbildung", sicherte Winter zu.
Mit Anton Dippold stand dann ein hochkarätiger Referent zur Verfügung. Der Leitende Ministerialrat im Landwirtschaftsministerium München (Thema: "TTIP - Fluch oder Segen für die Landwirtschaft") ließ keinen Zweifel daran, dass die bayerische Landwirtschaft auf Exporte angewiesen ist. Aber: "Es muss hart verhandelt werden, um das möglichst Beste herauszuholen." Dippold betonte, dass das Ende der Verhandlungen nicht in Sicht ist.
Landrat Klaus Peter Söllner ("Das Thema ist momentan in aller Munde") sagte, dass der Landkreis Kulmbach größten Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft lege und stets ein offenes Ohr für ihre Belange habe.


"Produkte von hoher Qualität"

Die bäuerliche Landwirtschaft erzeuge Produkte von sehr hoher Qualität. Söllner betonte, dass sich der VLF weiterhin der Unterstützung des Landkreises sicher sein könne, denn der Verband leiste beste Arbeit.
In seiner Eigenschaft als Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes wies Wilfried Löwinger auf die nach wie vor schwierige Situation der Landwirtschaft hin. Die Preise seien in allen Bereichen im Keller, und man hoffe, dass dieser Zustand nicht lange anhalte. Ein Problem sei zudem, dass laufend neue Vorschriften hinzukommen. "Die Landwirtschaft ist das Rückgrat des ländlichen Raumes. Die Schwierigkeiten können nur gemeinsam bewältigt werden", betonte der Obmann.
Bürgermeister Stefan Schaffranek machte deutlich, dass die Stadt Kulmbach in diesem Jahr über 50 Millionen Euro investiere. Sie seien vernünftig angelegt, und die Kreisstadt nutze die Fördermöglichkeiten von über 80 Prozent. Der VLF werde ideell unterstützt, wo dies möglich sei. Schaffranek betonte, dass die landwirtschaftlichen Betriebe ein Zugewinn für Kulmbach seien. Klaus-Peter Wulf