15 Musikvereine, zwei Spielmannszüge und die städtische Musikschule Kulmbach sind derzeit im Kreisverband des Nordbayerischen Musikbunds (NBMB) zusammengeschlossen. Das berichtete Kreisvorsitzender Heinrich Ramming bei der Kreisversammlung in Untersteinach. 852 Musiker seien derzeit im Kreisverband aktiv, davon seien 216 nicht älter als 13 Jahre. Das Durchschnittsalter liege bei 29 Jahren. 47 Prüfungen wurden abgelegt, davon zwei in der höchsten Kategorie.

Bezirksvorsitzender Thomas Kolb merkte an, dass sich der Kreisverband Kulmbach derzeit "in einer Blütezeit" befindet. "Das Niveau ist hoch, und es gibt auch wieder Musikfeste", stellte er fest. Und er forderte dazu auf, die Fördergelder des Bezirksverbands für die Ausbildung abzurufen.

An den "Höhepunkt Kreismusikfest in Kupferberg" erinnerte Landrat Klaus Peter Söllner, der seinerseits ein "unheimliches Engagement" in der Blasmusik anerkannte: "Ihr macht uns sehr viel Freude."

Der Bezirksverband überraschte Söllner mit der Verleihung des silbernen Ordens, der höchsten Auszeichnung, die der NBMB zu vergeben hat. Gewürdigt wurde damit die große Unterstützung durch den Kreis.

Am Workshop für hohes Blech hätten 14 Musiker teilgenommen; in diesem Jahr sei ein Workshop für Klarinetten angedacht, schloss Ramming.

Der Bericht der beiden stellvertretenden Vorsitzenden Anneliese Kastner und Roland Wolfrum fiel kurz und prägnant aus. "Heinrich Ramming ist der ideale Vorsitzende; er ist immer und überall aktiv und stets erreichbar. Für uns Stellvertreter gab es nur wenig zu tun", stellte Kastner fest.

Aufwärtstrend

Bei den Lehrgängen sah Kreisdirigent Harald Streit einen Aufwärtstrend. Um einvernehmlichen Unterricht zu gewährleisten, halte man ständig Kontakt zu Eltern und Ausbildern. Zudem lobte er den Verband für dessen Innovationsbereitschaft: Über einen QR-Code gelange man direkt auf Übungen und Prüfungsstücke. "Das ist für unsere Jugendlichen eine ganz feine Sache." Streit ermahnte die Vereine, auch ausreichend Instrumentenpflege zu betreiben und den technischen Zustand zu kontrollieren, denn: "Wenn ein Ventil klemmt, dann kann man nicht spielen."

Streit wies auch auf das neue Projekt-Orchester hin, in dem bayernweit die besten Musiker mit "mindestens D3-Niveau" aufgenommen werden und das am Jahresende auf China-Reise gehen soll.

Um die Finanzen des Kreisverbands ist es nach wie vor gut bestellt, berichtete Kassenverwalter Siegfried Köber.

Das gesamte Vorstandsteam wurde für die nächsten drei Jahre bestätigt. Zudem wurde Thomas Eschenbacher, Dirigent des Kasendorfer Musikvereins, zum neuen Stellvertreter des Kreisdirigenten gewählt.

Abschließend erinnerte Heinrich Ramming die Vereinsvertreter daran, die einzelnen Mitglieder mit vollständigen Daten dem Kreisverband zu melden. Geschehe dies nicht, seien Lehrgangsanmeldungen nicht möglich und für Kurse würde die doppelte Gebühr anfallen, erläuterte er. Klaus Klaschka