Der traditionelle Landfrauenausflug des Kreisverbandes Erlangen-Höchstadt, der mittlerweile schon seit 70 Jahren durchgeführt und auf mehrere Tage verteilt jedes Jahr von rund 800 Frauen sowie auch einigen Männern angenommen wird, führte heuer nach Hof und Mödlareuth.

Bei einer Stadtführung in Hof hörte man vom Schriftsteller Jean Paul, der einige Zeit dort gelebt hat, aber auch von Johann Georg August Wirth, einem Kämpfer für die Pressefreiheit und Mitglied des deutschen Reichtages, sowie von Heinrich Gerber, der berühmt für seine Stahlbrückenbauten in aller Welt wurde. Auch das alte Rathaus sowie die Michaelis- und die Marienkirche wurden bewundert und die Ausflügler hörten, dass Hof geografisch heute noch eine schwierige Lage hat und schon immer hatte. Die innerdeutsche Grenze habe dieser Stadt ganz oben in Bayern sehr geschadet.

Am Nachmittag stand ein Besuch in Mödlareuth an. Dieser Ort ist den meisten Menschen zumindest vom Hörensagen, inzwischen auch durch Film und Fernsehen bekannt. Das kleine Dorf ist sehenswert und die Geschichte beeindruckend. Es war zu erfahren, wie das damals mit der Teilung war und vor allem wie die schlimme Zeit sich auf die dortige Bevölkerung ausgewirkt hat.

Nach diesem zum Nachdenken anregenden Nachmittag war dann der Abschluss des Tages, die wunderschöne oberfränkische Landschaft zu erblicken bei einem Besuch der Giechburg. Für manch andere ging es nach Scheßlitz. All das wurde von Kreisbäuerin Evi Derrer organisiert. red