Der Rückblick des Landesbunds für Vogelschutz in Bamberg auf das vergangene Jahr präsentierte sich bei der Hauptversammlung bunt und vielfältig und zeigte die hohe Zahl der Aktivitäten in der Stadt und im Landkreis auf.

Neben den vielen Aktivitäten der Kreisgruppe für Natur und Umwelt wurden in der Umweltstation Fuchsenwiese mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zahlreiche Projekte zu verschiedenen Themenbereichen rund um die Natur durchgeführt. Besonders hervorzuheben sind die Ergebnisse der Workshops, die im Rahmen des Projektes "Nachhaltig leben macht Spaß und bringt Lebensfreude" entstanden sind.

Der Vorsitzende Martin Wölker zog Bilanz in "Natur & Umwelt" vor Ort: Insgesamt wurden an 22 Amphibienübergängen im Landkreis Bamberg 48 157 Tiere gezählt. Der LBV betreute die Amphibienwanderung in Sandhof und Deusdorf. Der Weißstorch verzeichnete im vergangenen Jahr 18 Brutpaare mit insgesamt 45 Jungtieren, wovon fünf Paare im Landkreis überwinterten. Ein beachtlicher Erfolg der langjährigen Artenschutzbemühungen sei der stabile Bestandsausbau, der 2018 ein Rekordhoch von 555 Brutpaaren in Bayern bescherte, aber nicht über die weiterhin bestehenden Gefährdungen hinwegtäuschen dürfe.

Der vom LBV gepachtete Äbtissensee nördlich der A 70 und östlich des Börstigs ist im vierten Jahr durch den Extremsommer trocken gefallen: Von dieser Situation profitierten unter anderem Schwarzstörche, die den "gedeckten Tisch" ausgiebig nutzten. Der ansässige Biber zeigt sich weiterhin aktiv.

Weitere Aktivitäten der Kreisgruppe umfassten diverse Arbeits- und Biotoppflegeeinsätze, zum Beispiel Lupinenentfernung in Sandhof, eine gemeinsame Müllsammelaktion mit der Bamberger LBV-Kindergruppe, die Mitwirkung bei der Demo zur Rettung des Hauptsmoorwaldes, das mehrmalige mühselige Abfischen des trocken gefallenen Regenrückhaltebeckens auf der Fuchsenwiese und öffentliche Informationsstände beim Apfelmarkt in Litzendorf zum Thema Streuobstwiese und am Nationalparktag in Bamberg für einen Nationalpark Steigerwald. Besonders intensiv unterstützte die Kreisgruppe das Aktionsbündnis zum Volksbegehren Artenvielfalt.

Mit der bestätigten Sichtung eines Wolfes bei Oberhaid ist der große Beutegreifer nun auch im Landkreis angekommen. Martin Wölker betonte, dass die Diskussion sachlich geführt werden müsse und die Maßnahmen im vorhandenen Aktionsplan des bayerischen Staatsministeriums in reguläre, staatliche Förderrichtlinien umgewandelt werden müssten. Brigitte Pfister stellte die Aktionen der Umweltstation vor: Im Jahr 2018 nahmen 5000 Besucher an 210 Veranstaltungen der Fuchsenwiese teil.

Der LBV zeichnete auch heuer langjährige Mitglieder aus. Geehrt wurden Mitglieder, die den LBV seit 20, 30 sowie 40 Jahren unterstützen. red