Die Verabschiedung des Haushalts bildete zentrales Thema der Zweckverbandssitzung zur Wasserversorgung der Ehrenbürggruppe, zu der Verbandvorsitzender Bernd Drummer geladen hatte.

Manuela Holm trug die Zahlen für 2019 vor. Demnach umfasst der Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben 368 050 Euro. Für die Unterhaltung der Pumpen sind 8000 Euro eingestellt, für die des Leitungsnetzes 15 000 Euro. Die Stromkosten schlagen mit 25 000 Euro zu Buche.

Für Verwaltungs- und Betriebsausgaben sind 85 100 Euro angesetzt. Für die Stellung von Personal erhält die Gemeinde Wiesenthau eine Vorauszahlung von 29 000 Euro zuzüglich einer Nachzahlung von 8540 Euro. Die Verwaltung in Gosberg verrechnet 47 476 Euro. Dies beinhaltet Leistungen wie Beitrags- und Gebührenabrechnung oder Kassen- und Haushaltsangelegenheiten.

Der Vermögenshaushalt umfasst 634 200 Euro gegenüber 340 200 Euro 2018. Abgedeckt wird damit der Leitungsausbau und Ringschluss "Binzig"-Weiherstraße mit 60 000 Euro. Das Ingenieurbüro Weyrauther (Bamberg) erhielt hierfür in der Sitzung den Planungsauftrag.

Mit Abstand größter Posten ist die Sanierung der Bahnhofstraße in Pinzberg, die in diesem Monat begonnen hat und am Ende um die 289 000 Euro kosten wird. Dazu kommt die Erschließung des Baugebiets "Binzig" mit 250 000 Euro bei Beitragseinnahmen von 33 800 Euro. Das sind die wesentlichen Abweichungen gegenüber 2018.

Für die Digitalisierung der Wasserleitung sind 10 000 Euro angesetzt. Für 45 100 Euro werden Kredite getilgt.

Im Weiteren genehmigte die Versammlung den Ingenieurvertrag für das Gewerbegebiet "Dorfäcker" bei Schlaifhausen mit einem Betrag von 10 000 Euro. Der Brunnen in Gosberg soll für 7400 Euro regeneriert werden. Der Hydrogeologe Werner Reiländer aus Neunkirchen am Brand wird den Auftrag ausführen.

Die Gesamtschulden betrugen am 1. Januar 328 600 Euro. Eine deutliche Kreditaufnahme ist 2019 bei günstigen Zinsen denkbar.

Die Sicherstellung der Wasserversorgung ist ein wesentliches Ziel der Versammlung. So steht für 2020 ein Ringschluss "Schulstraße" mit voraussichtlich 150 000 Euro im Programm. Ein Teil der Wasserleitung zum Hochbehälter soll für 250 000 Euro erneuert und die Hochbehälter sollen miteinander verbunden werden. Zudem plant man, nach und nach die Schiebkreuze zu erneuern bei rund 8000 Euro Kosten je Einheit.

"Die Situation der Wasserversorgung ist nicht ganz schlimm, aber fast schlimm", formulierte es Bernd Drummer. Dazu laufen auch Gespräche mit den Stadtwerken Forchheim hinsichtlich eines Verbundes des Leitungsnetzes für alle Fälle und einer entsprechenden Kooperation. Drummer wird auch einen Aufruf im gemeindlichen Mitteilungsblatt bringen, nicht zu gießen und generell mit Wasser sparsam umzugehen.

Die Brunnen seien stark gefordert. Im September werden die Wasserpreise neu kalkuliert, dabei werde es nicht ohne eine Erhöhung gehen.