Rund 600 CSU-Anhänger feierten am Montag im Festzelt der Feuerwehr den neuen CSU-Generalsekretär Markus Blume. In den Auftakt des politischen Sommers des CSU-Kreisverbandes mischten sich neben Beifallsbekundungen aber auch kritische Töne.
Blume sprach von Fehlern, die gemacht wurden, und wies unter anderem auf das schlechte Ergebnis der Bundestagswahl 2017 hin. Landrat Christian Meißner erneuerte sein Versprechen, als Bezirksrat weiterhin für Kutzenberg kämpfen zu wollen. "Die Wunde will nicht heilen", sagte er im Hinblick auf die Entscheidung, Teile des Bezirksklinikums auszugliedern. Landtagskandidat Jürgen Baumgärtner wurde deutlicher: "Es ist die größte politische Sauerei der letzten zehn Jahre." Er freue sich auf die klinische Vollversorgung in Bamberg: "aber nicht auf Kosten der Landkreise Lichtenfels und Kronach".


Keine amtlich verordneten Kreuze

Bürgermeister Bernhard Storath wurde zum Thema Kutzenberg deutlicher: "Auch in der CSU gibt es Deppen", richtete er an die Adresse des Bezirkstags. Ehe Entscheidungen gefällt werden, müsse man mit den Menschen plaudern. Für ihn sei das christliche Menschenbild von Bedeutung. "Dazu brauchen wir keine amtlich verordneten Kreuze in öffentlichen Gebäuden", kritisierte er Ministerpräsident Markus Söder. Jede Entscheidung müsse von unten nach oben gehen.
Markus Blume lobte die Ebensfelder Feuerwehrleute: "Wer so gut feiern kann, kann bestimmt auch gut löschen." Und: "Wir brauchen mehr Ebensfeld, wir brauchen mehr Lichtenfels in Bayern, denn die Steigerung von Bayern ist Franken", sagte er. In Sachen Abschiebung machte der Generalsekretär deutlich, dass man Recht nicht durch Gefühl ersetzen solle.
Integration sei keine Beliebigkeit. Wer in dieses Land komme, müsse die Spielregeln einhalten. Der CSU-Generalsekretär schwörte die Besucher vor der Landtagswahl in Bayern am 14. Oktober auf einen harten Kurs gegen die AfD ein. Die AfD sei ein Feind von allem, für was Bayern stehe, sagte er. awe