Kurt Frömel feierte mit vielen Gratulanten seinen 90sten Geburtstag.
Geboren wurde der Jubilar am 26.März 1928 im Sudetenland und geheiratet hat er 1952 auf Burg Rabeneck. Kurt Frömel hat in Franken eine neue Heimat gefunden.
Vier Jahre wohnte Frömel auf Burg Rabeneck, danach zog er mit seiner Frau Gerda zu seinem Bruder nach Gößweinstein. 1969 kam er nach Hausen und wurde nach dem Eigenheimbau hier endgültig sesshaft.
Voll Stolz erzählte der 90-Jährige an seinem Jubeltag aus seinem Berufsleben. Er hat eine Lehre als Tischler gemacht und war dann 28 Jahre als Verschaler im Brückenbau tätig.
Nachdem seine Ehefrau sowie Sohn Klaus und Tochter Petra ihren Vater nicht nur am Wochenende sehen wollten, gab er die Tätigkeit auf und fand bei der Firma Meinrad Ismaier in Hausen eine neue Anstellung. Bis zum Ende seines Arbeitslebens war er hier beschäftigt.
Besondere Freude bereitet Kurt Frömel seine größer gewordene Familie mit vier Enkelkindern und sechs Urenkeln: Das hält ihn fit und es gibt immer Abwechslung im Hause Frömel. Bei so vielen Lebensjahren geht auch der Erzählstoff niemals aus und somit kann er seine Erfahrungen und Begebenheiten an die Generationen weitergeben.
Erst letzten Jahr erst konnte der Jubilar mit seiner auch noch rüstigen und vielseitig interessierten Ehefrau Gerda das Fest der Eisernen Hochzeit feiern. Solche Ereignisse dürften eine Seltenheit sein.
Die große Leidenschaft "gärteln" überlässt der Jubilar doch seit dem letzten Jahr den Jüngeren, aber auch das Zuschauen macht Spaß: Ratschläge könnte man ja trotzdem noch geben, meint er.
Musik war ihm immer sehr wichtig. Er ist ein fleißiger Zuhörer und genießt es sehr, in Ruhe den Klängen zu lauschen.


Schalk im Blick

Seine lustigen Augen und manchmal spitzbübischen Blicke zeigen einen humorvollen und fröhlichen "Geburtstagsknaben". Da ist es nicht verwunderlich, dass viele herzliche Glückwünsche, Gedichte und Geschenke aus der Familie, von der Verwandtschaft, von Freunden und Nachbarn eintreffen.
In besonders schöner Erinnerung bleibt ihm auch der Besuch von Bürgermeister Gerd Zimmer aus Hausen, des stellvertretenden Landrats Edgar Büttner aus Heroldsbach und des Pfarrers Michael Krug von St. Johannis Forchheim, die ihre Glückwünsche überbrachten und Geschenke überreichten. Zu Kurt Frömels 90. Geburtstag wurde sogar "die Straßenverkehrsordnung geändert". Statt der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern wurde in seinem Hof ein Verkehrsschild Tempo "90" platziert, was zur allgemeinen Erheiterung führte.