Der Kunstverein Bamberg veranstaltet am Mittwoch, 15. November, um 18 Uhr in der Stadtgalerie Villa Dessauer, Hainstraße 4a, eine Gedenkfreier anlässlich des zwanzigsten Todestages von Hans Neubauer (13.11.1929 - 27.11. 1998).

Der Rechtsanwalt Hans Neubauer hat 34 Jahre lang (von 1962 bis 1996) als Vorsitzender des Kunstvereins wesentliche Akzente im kulturellen Leben Bambergs gesetzt. Darüber hinaus war er auch ein geschätzter Feuilletonkritiker und Autor von mehreren Erzählungen und dem in Bamberg angesiedelten Roman "Zwischentief an der Regnitz". Hans Neubauers Reden als Kunst-, Theater- und Musikkritiker waren legendär. Sein Wissen auf vielen Gebieten war immens, er galt als scharfsinniger und wortgewaltiger - durchaus kritischer - Beobachter und stand mit anderen Bamberger Geistesgrößen in regem Austausch.

Mit Hans Neubauer als Vorsitzenden hat sich der seit 1823 bestehende Kunstverein vom "abgeschotteten Zirkel lokaler Honoratioren zum öffentlich wirkenden, die Öffentlichkeit prägenden Verein, der allen Bambergern immer wieder ein Fenster zur künstlerischen und geistigen Welt aufstößt, gewandelt" (Zitat Wilfried Schleyer).

Er organisierte zahlreiche Ausstellungen, die weit über die Region hinaus Beachtung fanden, wie z. B. 1967 "Hommage á E.T.A. Hoffmann" oder 1980 die Ausstellung "Künstlerische Doppelbegabungen" mit bislang unbekannten Arbeiten prominenter Schriftsteller, Musiker und Komponisten. Hans Neubauer legte mit bescheidenen Mitteln eine beachtliche Sammlung druckgrafischer Gegenwartskunst für den Kunstverein an. Ein fester Bestandteil im Jahreslauf des Kunstvereins ist bis heute die Verleihung des Berganza-Preises, der 1989 auf seine Initiative hin geschaffen wurde und bis heute an Künstler der Region verliehen werden kann.

Die Gedenkfeier wird von Lesungen aus seinen Werken durch Martin Neubauer und Gedenkworten von Oberbürgermeister Andreas Starke und des langjährigen Zweiten Bürgermeisters Rudolf Grafberger begleitet werden. Die musikalische Umrahmung übernimmt Heiko Triebner. red