Kunst kann sehr belebend sein. Wie gegenwärtig in Stadtsteinach, wo in einer konzertierten Aktion Bürger brachliegende Gewerberäume zu neuem Leben erwecken. Konkret geht es um den ehemaligen Laden der Firma Ott, in Stadtsteinach besser bekannt als "Seifen Ott". Nach der Geschäftsaufgabe der Betreiber blieben die Räume unweit des Marktplatzes weitgehend ungenutzt. Kein schöner Anblick - gerade im Herzen der Stadt, wo zunehmend auch andere Leerstände zu beklagen sind.

Vakante Räume und abgeklebte Scheiben sind nie schön anzusehen. Dem wollten kreative Bürger etwas entgegensetzen. Und so beschlossen sie, die ehemaligen Ott'schen Geschäftsräume mit Leben zu erfüllen.

In Benno Dressel, der das Anwesen an der Hauptstraße vor nicht allzulanger Zeit erworben hat und sanieren wird, fanden sie einen Mitstreiter. Der Deckenreuther erklärte sich sogar bereit, die Räumlichkeiten gemäß dem neuen Verwendungszweck umzubauen und neu zu gestalten. So ließ er Wände in Trockenbauweise einziehen, um ein neues Ambiente zu schaffen - und das auf eigene Kosten.

Engagiert haben sich auch die Familie Baz und Monika Hijazi, die organisatorisch und vermittelnd tätig war. Sie gewannen Künstlerinnen und Künstler dafür, die Räume mit ihren Exponaten auszustatten. Und so sind seit dem Kirchweih-Samstag diverse Kunstwerke zu bewundern in dem Anwesen an der Hauptstraße. Konkret sind die Gemälde von Norbert Sembach. Der stellt Aquqarelle aus, die vornehmlich Motive aus der Natur wiedergeben. Aber auch Surreales ist zu sehen. Der 55-Jährige ist auch bereit, bei Bedarf die Tür zu den Ausstellungsräumen zu öffnen. Wer dies möchte, kontaktiert ihn unter den Rufnummern 09225/800111 oder 0160/91376318. Die Exponate sind auch durch die Schaufenster gut zu erkennen.

Zu bestaunen sind dort auch andere Objekte. Geschaffen wurden sie von Sandra Kittel. Die Stadtsteinacherin sammelt seit drei Jahren Fundstücke aus Treibholz und arrangiert sie zu Installationen verschiedenster Größe. Diese "Objects trouvees" sind ebenso käuflich zu erwerben wie die Bilder von Norbert Sembach. red