Der 9. Workshop für Lampenglas verspricht im Glasmuseum Rosenau die Begegnung mit drei international tätigen Künstlern. Am Samstag und Sonntag (28., 29. Oktober, 9.30 bis 17 Uhr) werden Nadja Recknagel, Susann Liebold und Hermann Ritterswürden erwartet. Das Künstler-Trio ist auch mit eigenen Arbeiten in der aktuellen Sonderausstellung "Lampenglas - lampwork. Neue Blicke auf eine traditionelle Technik" vertreten.
Susan Liebold aus Hasenthal ist den Besuchern des Museums mit ihren Objekten und der monografischen Sonderausstellung "Sequences of Paradise" vor einigen Jahren bestens vertraut. Sie lässt sich inspirieren von ihrer thüringischen Heimat, die sie zu ortsbezogenen Arbeiten und Performances anregt. Es sind aber auch Kleinstlebewesen, die mit ihren Mikrostrukturen Vorbild für ihre montierten Glasobjekte sein können.


Legenden und Sagen

Nadja Recknagel hat an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein studiert. Seit vielen Jahren fertigt sie aus dünnen, selbst gezogenen Glasstäben größere Objekte, die mit ihrer Netzstruktur aus einem textilen Geflecht zu bestehen scheinen. Häufig entstehen Zweiergruppen, die ein Spannungsfeld zueinander aufbauen.
Hermann Ritterswürden arbeitet in Zwiesel in einem zur Galerie ausgebauten historischen Forstamt. Er montiert mit Hilfe von Silberdraht am Tischbrenner gefertigte Glaselemente zu großen Figurengruppen. Thematisch verarbeitet er Legenden und alte Sagen, die um Existenzielles kreisen. So ist der Tod auch häufig Begleiter seiner Figuren und Installationen.
Die Besucherinnen und Besucher des Glasmuseums können die drei Künstler im Lampenglasstudio bei der Arbeit "an der Lampe" beobachten und mit ihnen diskutieren. In einer kleinen Präsentation sind Arbeiten der Künstler zu sehen und zu erwerben. - Es wird nur der normale Museumseintritt erhoben. ct