Die Gemeinde Stockheim setzt zukünftig auf freien Wettbewerb bei der Übertragung von Bestattungsleistungen auf dem Friedhof. In der Sitzung am Montag stimmte das Gemeinderatsgremium dem Vorschlag der Verwaltung zu, bei der Übertragung der Bestattungsleistungen mehrere Bestattungsunternehmen zuzulassen. Die hiesigen Unternehmen werden angeschrieben, damit zum 1. Juli ein nahtloser Übergang erfolgen kann.
Bis 30. Juni, so informierte Julia Wilczek von der Friedhofsverwaltung der Gemeinde, läuft ein Bestattungsvertrag mit dem Bestattungsinstitut Krässe, Reitsch. Ab 1. Juli haben die Angehörigen von Verstorbenen die Wahl unter mehreren Unternehmen. Die Gebühren hierfür werden den Angehörigen von Bestattungsunternehmen unmittelbar und frei in Rechnung gestellt.


Urnengrabgebühr erhöht

Im Weiteren befasste sich das Gremium mit der Friedhofsgebührensatzung. Diese wurde für ein Urnengrab von bisher 20 Euro auf 25 Euro für die Dauer eines Jahres angepasst. Neu kam hinzu die Grabstättengebühr für ein Urnengrabfach von 85 Euro je Urne.
Gleich geblieben sind die jährlichen Grabstättengebühren bei Erwerb des Nutzungsrechts oder Verlängerung: für ein Reihengrab für Kinder bis zu sieben Jahren 14 Euro, ein Reihengrab für Personen über sieben Jahre 20 Euro, ein Wahlgrab (Familiengrab) 30 Euro, ein übergroßes Wahlgrab, Gruft 15 Euro je Grabstelle. Die einmalige Gebühr für eine alternative Bestattungsform beträgt für eine Besetzung auf das anonyme Urnengrabfeld 600 Euro, ein Urnenrasengrab mit Platte 700 Euro, für eine Baumbestattung 800 Euro.
Im Jahr 2017 wurden im Bestattungswesen 75 400 Euro an Ausgaben, dagegen nur 21 390 Euro an Einnahmen verzeichnet, was einem Fehlbetrag von 54 010 Euro oder einer Deckung von 28,37 Prozent entspricht. Der größte Teil der Kosten entfällt mit 35 180 Euro auf die Personalkosten im Bestattungswesen.
Einstimmig wurde beschlossen, für den notwendigen Anbau einer Fahrzeughalle zur Schaffung eines Stellplatzes am bestehenden Feuerwehrgerätehaus in Reitsch ein Verfahren auf Bezuschussung nach dem Feuerwehrzuwendungsrichtlinien bei der Regierung von Oberfranken in die Wege zu leiten.


Zuschuss für Werktagskirche

Einig war man sich auch in der Zustimmung eines Antrags des Katholischen Pfarramtes St. Wolfgang Stockheim. Zur Umgestaltung der Kapelle in eine Werktagskirche gewährt man einen Zuschuss von zehn Prozent, in diesem Falle in Höhe von 1714,53 Euro.
Durch einen Bauantrag auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses in Fertigbauweise kann in Haig eine weitere Baulücke geschlossen werden. Die Räte erteilten das gemeindliche Einvernehmen zu Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes.
Ferner informierte Bürgermeister Detsch über weitere Bemühungen für neues Baugebiet im Gemeindebereich. Andererseits stelle er erfreut fest, dass man kaum leerstehende Wohnungen in der Gemeinde habe. Wenn ein Gebäude frei wird, werde dieses wieder bezogen. Die Baupolitik der Gemeinde werde weiterhin vom Bestreben geleitet, attraktive Baugrundstücke zu vernünftigen Preisen zur Verfügung zu stellen.
Hedwig Klinger (FW) dankte den ehrenamtlichen Helfern bei der Spielplatzsanierung in Haig, ebenso der Gemeinde und dem Bauhof für die gute Arbeit: "Der schaut super aus und lädt die Kinder wirklich zum Spielen ein", sagte Klinger.