Die Krippendarstellung in der Kirche St.Stephan in Birnbaum hat sich verändert. Nun ist die "Darstellung des Herrn", die am heutigen 2. Februar gefeiert wird, zu sehen. Einige fleißige Helfer pflegen dieses christliche Gut und lassen ihr Gotteshaus zu einem wahren Kleinod werden.
Das Fest der Darstellung des Herrn wurde vierzig Tage nach Weihnachten als früherer Abschluss der weihnachtlichen Feste gefeiert. Der früher gebräuchliche Name "Maria Reinigung" erinnert an den jüdischen Brauch, auf den sich das Fest bezieht: Nach den Vorschriften des Alten Testaments galt die Mutter vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein. Die Frau musste ein Reinigungsopfer darbringen, normalerweise ein einjähriges Lamm, für Arme genügten zwei Felsen- und zwei Turteltauben.
Maria und Josef machten von diesem Armenrecht Gebrauch. Sie pilgerte also zu ihrer Reinigung in den Tempel nach Jerusalem und Jesus kam erstmals in die Stadt. Da Jesus der erste Sohn war, galt er als Eigentum Gottes und musste von den Eltern zuerst ausgelöst werden: Er wurde zum Priester gebracht und vor Gott dargestellt.
Als die Eltern in den Tempel kamen, begegneten sie dem betagten Simeon und der Prophetin Hanna, die erkannten, dass Jesus kein gewöhnliches Kind ist und ihn als den Erlöser Israels priesen (frei nach dem Lukasevangelium). Wolfgang Fehn