"Seit 1977 im Schulbusverkehr kein getötetes Kind und keine Schwerverletzten" bilanzierte Alfons Hrubesch von der Kreisverkehrswacht am Donnerstagabend das Ergebnis von 40 Jahren respektablem Einsatz. Im Hotel und Gasthof Alte Post kamen Menschen zusammen, die an dieser Bilanz mitgearbeitet haben.
Alfons Hrubesch wäre wohl nicht Alfons Hrubesch, wenn er die Liturgie eines Ehrungsabends nicht auch noch mit einer Fortbildung anreichern würde. Und da saßen sie also, die Busfahrer und Schulbushelfer, den Ausführungen eines Fahrlehrers lauschend, der auch gestandenen Busfahrern noch für den Fall eines Schulbusunglücksfalls seine Rolle als tonangebender Krisenmanager darlegte.
Wer, wenn nicht der Kapitän des Busses, sollte Anweisungen geben und eine gewisse Anordnungsgewalt haben?
Derlei kam zur Sprache, so wie auch das kleine mit einem Messer versehene Rettungshämmerchen, das mit Springfeder eine Glasscheibe zum Bersten bringen und den Ausstieg aus einer bedrohlichen Situation im Bus ermöglichen kann. Ein Gimmick, ein Geschenk und zudem womöglich die Weiterentwicklung des in Bussen geläufigen Rettungshammers, jetzt auch für Buspassagiere zu haben und mit sich zu führen.
Es liegt offenbar Bewegung in den Themen rund um die Bus- und Schulbusverkehrssicherheit. Auf Bewegtes rund um Schulbussicherheit sollte auch Udo Skrzypczak zu sprechen kommen. Oberfrankens Polizeivizepräsident griff Passagen des Rückblicks des einstigen Kommissarn Hrubesch auf. Dabei goss er Balsam auf die Seele der Menschen des Lichtenfelser Landkreises. "Wir Coburger haben es im Prinzip nur abgekupfert von den Lichtenfelsern", so Skrzypczak zu dem vor 40 Jahren von Hrubesch zuwege gebrachten Schulbusweghelfersystem, welches von ehrenamtlichen Mitmachern getragen wird. Wie viel Bewegung und Veränderung im Thema Straßenverkehrssicherheit liegt, sollte Hrubesch dann aus seiner Sicht ausführen. So habe 1977 in Elternbeiräten an Schulen absolut noch keine gemeinschaftliche Einsicht zur Sinnhaftigkeit von heute selbstverständlichen Kindersitzen bestanden.
Nach gemeinschaftlichem Abendbrot und Geselligkeit, erfolgte im Anschluss die Ehrung verdienter Schulbushelfer für ihren 40 Jahre währenden Einsatz für diese Idee.