Zum Artikel "Was macht die Bierkurve so gefährlich?" (BR vom Donnerstag) wird uns geschrieben:

Als Trucker, der seine Ausbildung 1983 bei der Verkehrsakademie absolviert und dort auch mehrere Weiterbildungen besucht hat (übrigens eine hervorragende Ausbildungsstätte), hierzu meine Meinung:
Wäre anstelle dieser Kreuzung, die durch eine Lichtzeichenanlage geregelt wird, ein Verkehrskreisel gebaut worden hätte es vermutlich keinen dieser Unfälle gegeben.
Die Vorteile: Bei einem Kreisverkehr kommt der Lkw bei der Einfahrt fast zum Stillstand. Also extrem langsame Kurvenfahrt. Hierbei also auch keine "Dunkelgelb-Phase". Schnelles Einfahren in die Kreuzung, wie im Bericht geschrieben, wird vermieden.
Des Weiteren ist dieses Verhalten nicht nur bei Lkw-Fahrern zu beobachten: Pkw-Fahrer, die bei Dunkelgelb noch in Richtung Bayreuth den Kreuzungsbereich passieren, fahren mit überhöhter Geschwindigkeit in die Ortschaft Unterbrücklein. Die Sicherheit der Fußgänger dort würde erhöht. Zudem wird auch das ganze Jahr kein Strom verbraucht.
Als Beispiel möchte ich den Verkehrskreisel in Neustadt/Aisch auf der B 470 anführen. Direkt daneben befindet sich die Firma Frankenbrunnen. Alle Lkw-Fahrer, die Leergut bringen und Vollgut abholen, müssen durch diesen Kreisverkehr, egal in welche Richtung. Zusätzlich ist dieser ziemlich stark nach außen geneigt. Ich habe in den vergangenen Jahren, und ich befahre die B 470 regelmäßig, noch keinen Trucker gesehen, der dort im Kreisverkehr "abgeladen" hätte.
Ein weiterer Vorteil kommt hinzu: Trucker, die sich verfahren haben, können gefahrlos wenden. Unter diesen Aspekten sollte auch einmal im Staatlichen Bauamt darüber nachgedacht werden, ob an vielen Stellen statt einer Ampelkreuzung ein Kreisverkehr nicht sinnvoller wäre.
Hermann Krauß
Menchau