Der Kreisseniorenbeirat des Landkreises Erlangen-Höchstadt (KSB) wird heuer 20 Jahre alt. In einer Feierstunde hat Landrat Alexander Tritthart vier der Gründungsmitglieder - Ingo Gerstenhauer, Peter Lederer, Retta Müller-Schimmel und Valentin Schaub - eine Dankesurkunde überreicht. Jutta Helm sowie die ehemaligen Kreisräte Johann Philipp (CSU) und Georg Raab (SPD) waren verhindert.

"Ihre Arbeit ist für uns von unschätzbarem Wert. Sie sind nah an den Seniorinnen und Senioren in den Gemeinden und wissen, was sie bewegt. Durch dieses Netzwerk kommen Lob und auch Kritik schnell bei uns an", sagte Landrat Alexander Tritthart. Eine Urkunde gab es auch für seine Vorgänger, die Altlandräte Franz Krug und Eberhard Irlinger.

Langjährige Unterstützung

Auf Initiative Franz Krugs hin hoben die Geehrten, die Seniorenbeiräte von Baiersdorf, Hemhofen, Eckental und Höchstadt sowie Vertreter der Wohlfahrtsverbände 1998 das Gremium aus der Taufe. Tritthart dankte Altlandrat Eberhard Irlinger für seine langjährige Unterstützung des KSB.

Damals wie heute dient das Gremium dazu, Kreistag und Verwaltung bei der Altenhilfeplanung, dem Schaffen von Einrichtungen und in grundsätzlichen Belangen älterer Mitmenschen zu beraten. Seine Mitglieder werden aus den 21 Seniorenbeiräten der Kommunen im Landkreis entsandt. Bereits in seinen ersten Sitzungen beschloss der Kreisseniorenbeirat beispielsweise, dass das Institut Modus einen Altenhilfeplan erstellen solle.

Mittlerweile sind Themen wie das Seniorenpolitische Gesamtkonzept, Gewalt in der Pflege, die 2017 gegründete Informations-, Beschwerde- und Schlichtungsstelle (IBS) und Veranstaltungen wie der jährliche Demenztag mit der Stadt Erlangen oder der Landkreistag "50Plus" hinzugekommen.

"Die Seniorenbeiräte sind wichtige Stützen in den Gemeinden, die ehrenamtlich viel zur Zufriedenheit der Senioren beitragen.

Sie engagieren sich weit über ihre eigentlichen Aufgaben hinweg in vielen Bereichen und sind vor Ort häufig Motor für Initiativen, betonte Thomas Wimber, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirats bei der Feier, die Henrike Fröhlich und Laura Zinn musikalisch umrahmten. Beispiele dafür seien Nachbarschaftshilfen, Bürgerbusse, Schülercoachings, aber auch Lesepaten, PC-Kurse und Fahrsicherheitstraining.

Noch keine Seniorenbeiräte gibt es in Aurachtal, Heroldsberg, Mühlhausen und Wachenroth. red