Aus ganz Deutschland waren Trainer der Selbstverteidigungssportart Krav Maga am Wochenende nach Adelsdorf gekommen. Der Sitz des Weltverbands Krav Maga Global (KMG) befindet sich in Israel, und in jedem der 60 Länder, in denen Krav Maga ausgeübt wird, gibt es einen Verantwortlichen für diese Sportart. Der Adelsdorfer Matthias Birkner ist als Landesleiter zuständig für den Verband in Deutschland. Von 184 Instruktoren in Deutschland trafen sich am Wochenende 40 aus Hamburg, Köln, Frankfurt, München, Stuttgart, Heidelberg und aus der näheren Umgebung im Tagungsraum des Landhotels "3Kronen".

"Eigentlich war das Treffen in Frankfurt geplant, da es zentraler liegt, aber da ich in Adelsdorf wohne, ist für mich die Organisation einfach leichter. Adelsdorf entwickelt sich langsam zum Krav-Maga-Zentrum Deutschlands", erklärt Birkner begeistert. Er leitet inzwischen sieben "Learn2Fight"-Schulen im Umkreis. Die KMG Germany hat über 80 Standorte in Deutschland und über 2500 registrierte Mitglieder. "Die Anzahl der Trainierenden ist aber weitaus höher. Das macht uns zu einem der größten, wenn nicht zum größten Krav-Maga-Verband", erzählt Birkner. "Bei diesem Jahrestreffen geht es um Entwicklung, Events und mehr."

Geringer Aufwand

Tino Enders berichtete über die Erfolgsgeschichte der "Krav Maga Academy Hamburg". Es folgten Themen wie "Digitale Prozesse in der KMG", ein Referat über Kindertraining, ein Workshop, Aufbau und Zuständigkeiten KMG Germany 2019 und mehr. "Man braucht wenig Aufwand - zwei Mal in der Woche Training genügt. Das Ganze basiert auf natürlichen Reflexen, die in jedem Körper stecken", schwärmt Birkner. "Die Leute bekommen ihr Workout für Kopf und Körper ohne Zeitverschwendung und dabei fühlen sie sich viel besser", fährt er fort. Natürlich profitieren der Körper und das Körpergewicht bestens von dieser Kampfsportart. "Da man 95 Prozent der Übungszeit (90 Minuten) immer in Bewegung ist, tut das der Figur und dem Gewicht sehr gut", so Birkner.

Jeder Mensch habe ein individuelles Sicherheitsbedürfnis und einen persönlichen Hintergrund, warum er Selbstverteidigung erlernen möchte. Jeder Mensch sei in der Lage, sich selbst zu verteidigen. Egal ob Mann oder Frau, jung oder alt, sportlich oder nicht sportlich, für jeden gebe es Mittel und Wege, in einer Bedrohungslage oder Gewaltsituation reagieren und sich wehren zu können. Nicht immer stehe die Angst vor körperlicher Gewalt im Vordergrund, oftmals treibe auch der Wunsch an, selbstbewusster auftreten oder sich anderen gegenüber besser behaupten zu können. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten schaffe Selbstsicherheit, die sich in alle anderen Lebensbereiche überträgt.