Christiane Reuther

Welche Möglichkeiten bieten sich künftig für Bauwerber in Wonfurt? Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend zeigten Bürgermeister Holger Baunacher (JL) und Planerin Erika Stubenrauch, Königsberg) Perspektiven für eine Wohnflächenausweitung in größerer Dimension auf. Dafür soll der Flächennutzungsplan angepasst werden.
Im derzeitigen Flächennutzungsplan sind Wohnbauflächen ausgewiesen, die durch die sechste Änderung herausgenommen werden. Diese Flächen mit einem Umfang von elf Hektar sollen wie bisher als landwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen werden.
Am südöstlichen Ortsbereich von Wonfurt, im Gebiet Bodenfeld und Sandacker in Richtung Hainert, entsteht dafür auf einer Fläche von fünf Hektar ein neues Wohnbaugebiet. Laut Bürgermeister soll dadurch das Ortsbild abgerundet werden.
Zusätzlich soll im nordöstlichen Bereich von Wonfurt ein neues Gewerbegebiet mit einer Fläche von vier Hektar ausgewiesen werden.
Für das Baugebiet "Ortsabrundung Dampfach am westlichen Ortsrand" ging Erika Stubenrauch auf die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange ein. In den rechtlichen Belangen stand vor allem seitens des Wasserwirtschaftsamtes der Umgang mit Regenwasser im Fokus. Die Gemeinde hat dafür laut Bürgermeister mit dem Ingenieurbüro Stubenrauch einen Weg mit praxisorientierten Lösungsansätzen erarbeitet.
Laut Erika Stubenrauch würde es drei Möglichkeiten geben: zum einen, dass gar kein Baugebiet ausgewiesen wird. Die zweite Variante wäre ein Regenrückhaltesystem, das von der Kommune gebaut wird, das den Bauwerber aber teuer zu stehen käme.
Oder dass seitens des Bauwerbers die Möglichkeit der Regenrückhaltung in den Planunterlagen zum Bauantrag dargestellt sein muss. Dies wäre laut Stubenrauch für den Bauwerber die wirtschaftlichste Variante.


Lebensader Main

Die Gemeinde Wonfurt wird die Resolution "Gemeinsam" unterzeichnen, an der sich viele Kommunen beteiligen. Die Resolution wurde auf Anregung der Gemeinde Knetzgau ins Leben gerufen, um die Lebensader Main stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Für die "Allianz Main und Haßberge" betreibt die Gemeinde Wonfurt momentan Außenwerbung. Der Hauptfokus liegt auf dem Förderansatz, für den verschiedene Kriterien erarbeitet wurden. Das Förderprogramm soll Anreize schaffen, die Leerstände in der Kommune zu beheben. Das weitere Vorgehen wird in einer der nächsten Sitzungen erörtert.


Mehrkosten

Aufgrund zusätzlicher Maßnahmen steigen die Baukosten an der Kirche in Steinsfeld. Die Mehrkosten betragen 33 500 Euro. Der Anteil der Kirchenstiftung und der Gemeinde steigt dadurch um jeweils 16 750 Euro. Der Kostenanteil der Diözese wird voraussichtlich erst im Jahr 2020 und 2021 ausgezahlt und wird bis dahin durch die Gemeinde vorfinanziert.
Der Bauhof der Gemeinde Wonfurt am Seckendorff-Platz wird in Richtung Anwesen der Familie Schwarz als kostengünstige Variante erweitert.
Für die geplante Fernleitung für eine Wasserleitung im Gemeindebereich von Wonfurt durch das Stadtwerk Schweinfurt wurde ein Gestattungvertrag festgelegt.
Im Hinblick auf die Abwasseranlage Wonfurt macht sich der Gemeinderat Gedanken um eine sozialverträgliche Beitragsgestaltung, die bei den Bürgerversammlungen im Herbst kommuniziert werden soll.