Der Werkraum der Grund- und Mittelschule besteht in seiner heutigen Form seit über 30 Jahren. Deshalb bedürfen Raum und Mobiliar einer gründlichen Sanierung. Die Summe der geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 30 000 Euro, erfuhren die Mitglieder der Schulverbandsversammlung bei ihrer Sitzung am Dienstag im Rathaus in Untersiemau.

In Digitalisierung bilden

Der Lehrplan für Grund- und Mittelschulen sieht für das kommende Schuljahr zusätzliche Unterrichtsstunden für die digitale Bildung vor. Aufgrund dessen beschloss die Versammlung, einen durchgängigen Glasfaseranschlusses für die Schule zu schaffen. Von den Städtischen Überlandwerken Coburg (SÜC) liegt dafür ein Angebot in Höhe von 18 217 Euro vor, das erlaubt, bei der Regierung von Oberfranken eine Förderung in Höhe von 16 400 Euro zu beantragen. So wären für die Gemeinde Untersiemau lediglich 1800 Euro zu zahlen.

Und von der Bayreuther Regierung erhielt der Schulverband einen Zuwendungsbescheid für "Das digitale Klassenzimmer" von knapp 24 000 Euro. Das entspreche, sagte Schulverbandsvorsitzender Rolf Rosenbauer, einem Fördersatz von 90 Prozent. Angeschafft werden sollen davon Notebooks für alle Klassenzimmer in einer Sammelausschreibung zusammen mit den Grundschulen in Ahorn und Lautertal.

Solange in Schulen nicht komplett digital gearbeitet wird, fällt Kopiergeld an. Bei den Ausgaben für Toner, Papier, Reparatur, Wartung des Kopierers sowie Abschreibungskosten zur Herstellung von Arbeitsblättern entstand allein im letzten Jahr eine Differenz von knapp 3200 Euro, wie Rolf Rosenbauer mitteilte. Daher beschlossen die Verbandsmitglieder, das Kopiergeld von bisher zehn Euro auf 13 Euro pro Jahr und Schüler hochzusetzen. Rektorin Kerstin Meyer erwartet allerdings in nächster Zeit eine deutliche Kostenreduzierung, da inzwischen ein Großteil der Elternbriefe per E-Mail versendet werde. Dazu meinte der Vorsitzende: "Sollte das der Fall sein, könnte das Kopiergeld ebenfalls wieder nach unten korrigiert werden."

Vorsitzender Rosenbauer trug bei dieser Sitzung vor allem Auszüge aus dem Investitions-Programm vor. Kämmerin Gisela Wörz stellte dazu Haushaltssatzung und Haushaltsplan des Jahres 2019 vor. Die Sommerferien sollen dazu genutzt werden, den oberen Pausenhof neu zu gestalten. Rosenbauer stellte die Planungsvarianten vor. Angegangen werden sollen die Arbeiten für den Tiefbau, für die Spielgeräte, den Lattenzaun, die Bepflanzung und die Restaurierung der Sitzbänke. Die grundlegende Erneuerung der Asphaltfläche soll vermutlich im Frühjahr über die Bühne gehen. Die Gesamtkosten werden sich auf 86 000 Euro belaufen.

Rektorin Kerstin Meyer kündigte an, im kommenden Schuljahr werde es sieben Grundschulklassen sowie sechs Mittelschulklassen geben. Das sei eine Mittelschulklasse weniger und liege zum Teil an einer unerklärlichen Klasseneinteilung des Schulamts.

Der Elternbeiratsvorsitzende der Grundschule, Uwe Thaler, bescheinigte eine gute Zusammenarbeit. Er gab bekannt, dass es dem Elternbeirat finanziell gut gehe. "Deshalb könnten wir bei Wünschen mit dem einen oder anderen Zuschuss helfen."

Was ihn allerdings ärgere, sei die Parkmoral im Pyramidenweg und der Pestalozzistraße, sagte er weiter. Dadurch müssten die Schulbusse oft rangieren und kämen meist gerade noch zum Zuschnappen zur Schule. ka