Es ist Tradition bei der Wiegand-Glas-Unternehmensgruppe, dass Mitarbeiter für langjährige Betriebstreue geehrt werden. Die Geschäftsführer Oliver und Nikolaus Wiegand zeichneten am Donnerstag 75 Jubilare aus. Zudem wurden 21 Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet.

Dass zehn Mitarbeiter für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt werden können, erfreue ihn, sagte Oliver Wiegand. "Das kommt heutzutage nicht so oft vor!" Der Geschäftsführer erinnerte daran, dass keiner der Geehrten seinen Arbeitsplatz so vorfinde wie am Anfang seiner Betriebszugehörigkeit. Wiegand sprach von Veränderungen und vom Wandel, der notwendig sei, um auch künftig erfolgreich sein zu können. Wiegand: "Stillstand bedeutet Rückschritt!"

Oliver Wiegand wies darauf hin, dass Veränderungen auch oftmals mit Kritik verbunden seien. Viele hätten Angst vor Neuem. Wer aber erfolgreich sein will, müsse Flexibilität zeigen und sich neuen Herausforderungen stellen. "Sie, liebe Jubilare, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten dem Wandel gestellt", lobte er. Er betonte, dass die Geschäftsführung auf das Engagement der Mitarbeiter auch künftig angewiesen sei.

Investitionen in den Umweltschutz

In seinen Ausführungen ging Oliver Wiegand auch auf die aktuellen Themen Klima- und Umweltschutz ein. Man müsse darauf achtgeben, dass die Industrie nicht abgehängt wird. Er betonte, dass die Wiegand-Glas-Unternehmensgruppe sich schon seit Jahren Beiträge dazu leiste. So gingen 25 Prozent der Investitionen für das neue Glaswerk in Schleusingen in den Umweltschutz. Im Vergleich zu 2018 habe die Unternehmsgruppe die CO2-Emissionen stärker reduziert, als der Gesetzgeber fordere, nämlich um 3,4 Prozent.

Eine Herausforderung sei die Nachwuchskräftegewinnung. Um diese zu schaffen, investiere die Unternehmensgruppe konsequent in Aus- und Weiterbildung. Hier sei die Geschäftsführung auf die Hilfe der Jubilare angewiesen. Denn diese verfügten über das Know-how, das sich die jungen Mitarbeiter aneignen müssten.

Erfahrung und Fachwissen

Glückwünsche überbrachte stellvertretender Landrat Gerhard Wunder. Ohne tüchtige Mitarbeiter komme kein Erfolg. Veränderungen beträfen jeden. Sicherlich müsse in Bereichen des Klima- und Umweltschutzes einiges bewegt werden, "aber das alles mit Maß und Ziel sowie mit Herz und Verstand". Wunder sicherte den Unternehmen die Unterstützung des Landkreises Kronach zu.

"So viel Erfahrung und Fachwissen in einem Raum - so ein Vergnügen ist nicht jedem vergönnt", sagte der Betriebsratsvorsitzende vom Glaswerk Schleusingen, Michael Keltner. Er bezeichnete die Jubilare als "lösungsorientierte Teamplayer", denen man danken müsse.

Personalleiter Ingbert Löffler gratulierte den Jubilaren ebenfalls. Ohne die Kompetenz und das Fachwissen eines jeden Einzelnen stünde das Unternehmen nicht da, wo es jetzt steht. "Ich hoffe, dass Sie uns noch lange erhalten bleiben", sagte Löffler.

In den Ruhestand verabschiedet

In den Ruhestand wurden verabschiedet: Wiegand-Glashüttenwerke Steinbach am Wald: Wieland Bätz, Herwald Förtsch, Bernd Holle, Gerold Jäger, Georg Jakob, Renate Matthes, Manfred Rauh, Dittmar Schünzel, Johanna Treuner und Peter Walter; Wiegand-Logistik: Detlef Höhlein; Wiegand-Glashüttenwerke Großbreitenbach: Helmut Bräutigam; PET-Verpackungen Deutschland: Gerlinde Schilling und Heidrun Stelzig; Wiegand-Glashüttenwerke, Schleusingen: Manfred Amarell, Harald Fiedler, Reiner Hölzer, Andreas Mastaler und Lothar Pobbig; Glaswerk Ernstthal: Franz Müller-Hipper und Birgit Müller-Hipper. vs