In Sachen Lehrschwimmbecken tut sich Einiges. Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) teilte in der Sitzung mit, dass sein Weismainer Amtskollege Udo Dauer (CSU) einen Brief an die Regierung von Oberfranken geschrieben habe. "Er will konkret wissen, ob sich Weismain nicht zumindest am Bau eines gemeinsamen Lehrschwimmbeckens beteiligen könne", sagte das Gemeindeoberhaupt. Bislang hatte es immer so ausgesehen, als wenn sich Weismain wegen der gewährten Konsolidierungshilfen nicht an einem gemeinsamen Hallenbad mit Alten- und Burgkunstadt finanziell beteiligen könne. Hümmer hatte zugleich betont, dass es bei dem Vorstoß Weismain nur um den Bau gehe. Eine Beteiligung an den Unterhaltskosten sei nicht möglich.
Eine wichtige Voraussetzung, um das Bad staatlich fördern zu können, ist die Anzahl der Klassen, die 105 betragen muss. Die letzte Zählung hingegen hatte 104 Klassen in den Schulen der drei Kommunen ergeben. In diesem Zusammenhang hatte Hümmer eine erfreuliche Mitteilung zu machen: "In der Grundschule haben wir in der Jahrgangsstufe 1 im neuen Schuljahr drei statt bisher zwei Klassen. Auch die Mittelschule weist eine neue Klasse auf. Zudem wird sich mittelfristig am Gymnasium Burgkunstadt dank der Einführung des neunjährigen Gymnasiums die Zahl der Sportklassen von 61 auf 65 erhöhen."


Haltestelle bleibt im Ort

Das Landratsamt hatte ein Einsehen. Die Kinder im Ortsteil Prügel, die weiterführende Schulen besuchen, müssen nicht außerhalb des Ortes an der Kreisstraße in den Schulbus einsteigen. Die dortige Haltestelle ist bereits kurze Zeit nach ihrer Einführung schon wieder Vergangenheit. Die Schüler dürfen wie in den Schuljahren zuvor wieder innerorts einsteigen. Allerdings nicht, wie von den Eltern gewünscht, an der Bushaltestelle am Dorfweiher, wo die Grundschulkinder einsteigen. Sie müssen weiterhin mit der älteren Haltestelle am Gutshof vorlieb nehmen.
Gemeinderat Thorsten Schmidtke (JB), der sich in einem Antrag an den Bauausschuss gegen die außerörtliche Bushaltestelle ausgesprochen hatte, begrüßte den gefundenen Kompromiss. Gunther Czepera (CSU) hingegen sprach von einem "Schildbürgerstreich". "Das Busunternehmen Götz lehnt es ab, die Kinder am Weiher abzuholen, obwohl dort ein großer Bereich zum Ausholen vorhanden ist, und fährt lieber durch Wohngebiet mit parkenden Autos, um zur Haltestelle am Gutshof zu gelangen. Das verstehe wer will", schüttelte der Gemeinderat ungläubig mit dem Kopf. Der Bürgermeister hingegen meinte, dass das letzte Wort in der Angelegenheit noch nicht gesprochen sei: "Das erste Ergebnis ist oftmals nicht das letzte."
Das renovierte Altenkunstadter Klostergebäude weist bereits kleinere Risse auf. Nach Ansicht der dort wohnenden Patres rühren diese von Erschütterungen her, die vom Straßenverkehr auf der Kreisstraße verursacht werden.
Zweite Bürgermeisterin Almut Schuhmann (SPD), sprach das Thema im Gemeinderat an. Sie bat Bürgermeister Robert Hümmer, beim Landratsamt Lichtenfels auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer zu drängen. Damit, so Schuhmann, könnte man mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: "Nicht nur die Erschütterungen würden abnehmen, sondern auch die Lärmbelästigung und die Gefährdung der Schul- und Kindergartenkinder durch den fließenden Verkehr", sagte sie. Hümmer versprach, sich beim Landratsamt für eine Temporeduzierung einzusetzen.