Andreas Dorsch 1978 zogen die ersten Schüler des Höchstadter Gymnasiums in ihren neuen Kollegstufenbau ein. Die Schule war damals eine der ersten in Bayern, in der das Modell Kollegstufe getestet wurde.

Die Klassenzimmer in dem Neubau waren genau auf die räumlichen Anforderungen der reformierten Oberstufe zugeschnitten: kleinere Räume, die mit mobilen Trennwänden auch noch geteilt werden konnten. Super modern waren damals die zu Medienwänden aufgerüsteten Tafeln. Tonband, Dia- und Overheadprojektor gehörten zur Standardausstattung.

Bei Schülern und Lehrern gleichermaßen beliebt waren die Terrassen, die jedes Stockwerk hatte. Von den oberen gab es nicht nur einen herrlichen Blick über Höchstadt, auf ihnen wurde Ende der 1970er Jahre auch noch geraucht - von Schülern ebenso wie von Lehrern.

Inzwischen sind vier Jahrzehnte ins Land gezogen, in denen bis auf einen neuen Anstrich wenig in den Kollegstufenbau investiert wurde. Der Zahn der Zeit hat mit undichten Decken und Frischluft liefernden Rissen in den Wänden solche Spuren hinterlassen, dass beim Sachaufwandsträger Landkreis jetzt untersucht wird, ob sich eine Generalsanierung noch rechnet oder nicht gleich ein Neubau die bessere Lösung wäre.

Nach 41 Jahren wurde nun erst einmal die Evakuierungssicherheit für die Schüler verbessert und eine Fluchttreppe aus Stahl angebaut. Kosten: 86 000 Euro, plus Fundament- und Betonarbeiten. Diese sei laut Auskunft aus dem Landratsamt zwar nicht zwingend vorgeschrieben, soll im Notfall aber der Sicherheit dienen.