Das diesjährige Erntedankbild in der Kirche St. Johannes in Ludwag ist nach dem Kunstgemälde des russischen Künstlers Vladimir Kush gestaltet. Es ist ein modernes Bild mit dem Titel "Das letzte Abendmahl" und ist in der Sprache der Blumen gemalt. Jede einzelne Blume stellt einen der zwölf Apostel das. Christus wird symbolisiert durch die Sonnenblume, die aufschaut zum Himmelreich. Der abgeschnittene Traubenzweig soll Christus als Sohn Gottes auf Erden sein und der ungewöhnliche Heiligenschein aus Schmetterlingen um seinen Kopf bereitet die Feier der Auferstehung vor.
Dieses Bild nahmen die Organistin Marika Arneth-Grasser und die Mesnerin Hedwig Popp als Vorlage für ihr Körnerbild. Schon seit elf Jahren schaffen sie an langen Abenden in etwa 40 Stunden ihre Kunstwerke. Für das zwei auf drei Meter große Gesamtbild verwendeten die Jurakünstlerinnen Körner von 30 verschiedenen Früchten und Getreidesorten.
Perserklee, Goldhirse, Quioa, Buchweizen und alle anderen Früchte sind auf dem linken Seitenaltar in kleinen beschrifteten Schälchen ausgestellt. Ein Teil der Körner wird im folgenden Jahr wiederverwendet, der andere Teil vom Bauern Thomas Reinlein und seinem Sohn auf kleinen Parzellen extra angebaut.
Das Erntedankbild ist noch bis kurz vor Allerheiligen in der Kirche zu besichtigen.