Gerold Snater

Seit 1971 kümmert sich die Schlossberggemeinde Königsberg um den Erhalt und den Wiederaufbau der einstigen Stauferburg oberhalb der Stadt. Die stattliche Gesamtzahl von 72 535 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden ist seitdem zusammengekommen. 1014,5 Arbeitsstunden waren es 2015, die die Helfer erbracht haben.
Der Ehrenvorsitzende der Schlossberggemeinde, Bürgermeister Claus Bittenbrünn (FW,) sprach bei der Jahresversammlung in der Schlossberggaststätte von einer tollen Leistung, die die Stadt nie hätte erbringen können. Er ehrte Herbert Sinner für 1510,5 Helferstunden mit einer Goldmünze. Bittenbrünn stellte fest, dass der Schlossberg mit Hilfe der Schlossberggemeinde und ihren Mitgliedern zu einem Kleinod und einem Aushängeschild der Stadt geworden sei. Was im vergangenen Jahr seitens der Schlossberggemeinde alles geleistet wurde, darüber informierte Burgvogt Eddi Klug die über 40 Versammlungsteilnehmer. Ende April 2015 wurde eine neue Baustelle am Basteiturm eingerichtet, der bis auf das Burghofniveau hochgezogen und mit einer rund einen Meter hohen Brüstung versehen werden soll. Es ist ein Projekt, das auch in den kommenden Jahren noch viel Zeit und Anstrengung erfordern wird. Als weiteres Unternehmen wurde 2015 die Umwandlung des Werkzeugturmes zum Wirtschaftsraum in Angriff genommen. In seinem Ausblick auf 2016 ging er auf die Beseitigung von einigen Gefahrenstellen auf der Burgruine ein. So müssen zusammen mit der Stadt einige Mauerbrüstungen erhöht, der Boden vor einzelnen Mauerabschnitten abgetragen sowie an der einen oder anderen Stelle Eisenzäune erhöht, neu angefertigt und aufgestellt werden. 2016 steht ein besonderes Ereignis bevor, denn zum 50. Mal findet am letzten Samstag im September die Coburg-Wanderung der Schlossberggemeinde statt, bei der an einem Tag auf dem ehemaligen Amtsbotenweg von Königsberg nach Coburg gewandert wird. Die Streckenlänge liegt bei über 40 Kilometern.
Seit 1978 ist Gerd Kost Säckelwart der Schlossberggemeinde. Er konnte von einem befriedigenden Kassenstand berichten, merkte aber an, dass inzwischen die Projekte durch Mitgliedsbeiträge allein nicht mehr finanziert werden könnten. Zumal auch die Mitgliederzahl von 516 im Jahr seiner Kassenübernahme auf 280 in diesem Jahr gesunken sei.
Aus diesem Grund sei die Schlossberggemeinde auf Spenden angewiesen, sagte Kost.