Die "Jugendwerkstatt" des Kreisjugendrings und der Jugendarbeit des Landkreises Kulmbach ist erfolgreich unterwegs: In der Dreifachsporthalle kamen rund 70 Jugendliche, die sich für die Einrichtung interessierten und auch ihre Meinung zu gemeindlichen Themen zum Ausdruck brachten. Überraschend, dass vor allem die jüngeren Generation bis 16 Jahre deutlich überwog. Kreisjugendpfleger Jürgen Ziegler wird das Meinungsbild auswerten und dem Gemeinderat vorlegen.
Bürgermeister Harald Hübner (CSU) stellte gleich am Beginn der "Jugendwerkstatt" auf die Frage der Moderatorin Hella Vogel fest, was sich die Gemeinde Neudrossenfeld von der Veranstaltung erwartet: "Wir erwarten uns natürlich auch Anregungen von den Jugendlichen und auch Ängste und Befürchtungen oder auch Wünsche, die wir für die Gemeinde zukunftsbringend umsetzen können."
Hübner machte deutlich, dass die Gemeinde immer daran interessiert sei, dass es mit dem Nachwuchs in allen Vereinen und Verbänden gut weitergehe. Hübner weiter: "Wir brauchen auch junge Bürgerinnen und Bürger für den Gemeinderat und irgendwann brauchen wir auch Mal einen neuen Bürgermeister, aber wir wollen das öffentliche Leben zusammen mit den Jugendlichen gestalten und eigentlich ist unser Anliegen, dass wir den Jugendtreff, der etwas eingeschlafen ist, auch wiederbeleben können."


Jugendtreff wiederbeleben

Auf diesen Wunsch der Gemeinde ging die "Jugendwerkstatt" in einer eigenen "Ecke" gesondert ein. Hübner merkte an, dass es damals eine Führungsclique gegeben habe, die sich zur Verfügung gestellt und auch die Schlüsselgewalt für die Gemeinde ausgeübt sowie für Ordnung gesorgt habe. Hübner: "Dieser Jugendtreff war eine rein selbstverwaltete Organisation, die älter geworden und im Laufe der Zeit eingeschlafen ist. Es finden aber schon noch hin und wieder Zusammenkünfte in unserer Baracke statt, es hat aber in den letzten Jahren daran gemangelt, dass wir keine Führungsmannschaft gefunden haben."
Im Ergebnis gab es von den Jugendlichen dazu viele Vorschläge, die erst einmal analysiert werden. Jugendbeauftragte Manuela Stöcker: "Das war uns ein ganz großes Anliegen, weil wir eben wissen, dass im Jugendtreff kaum mehr was ist. Ihr seid ja jetzt eine neue Generation, von der wir ein paar Ideen erwarten, was ihr gern haben wollt, damit wir das Thema angreifen können. Wir müssen uns jetzt die Wünsche alle anschauen und ich hoffe, es haben sich auch Jugendliche eingetragen, dabei ganz konkret mitzuarbeiten."
Den Wunsch nach Ausflügen in Kletterparks oder in eine Paintball-Arena sagte Jugendbeauftragte Kerstin Neumann spontan zu: "Ich kann mir gut vorstellen, dass wir solche Ausflüge ins Ferienprogramm nehmen und über das Gemeindeblatt bewerben. Da können sich unsere Jugendlichen dann anmelden."


Raserei ärgert

Auffallend, dass für die Jugendlichen die "Raserei" in den Ortsteilen der Gemeinde Neudrossenfeld ein beherrschendes Thema war. Kreisjugendpfleger Jürgen Ziegler: "Da war ein ganz deutlicher Wunsch nach Geschwindigkeitsbegrenzungen in den verschiedenen Dörfern."
Die Jugendbeauftragten hatten für Preise gesorgt, die verlost wurden, unter anderem eine mehrtägige Reise nach Schweden mit der Evangelischen Jugend, im Wert von 530 Euro ; das wurde von der Kirchengemeinde gespendet. Auch die katholische Kirchengemeinde stellte einen Gutschein für ein einwöchiges Zeltlager mit der Katholischen Jugend zur Verfügung.