Jetzt ist der Vorstand des Schützenvereins Knetzgau wieder komplett. Im vergangenen Jahr hatte der langjährige Schützenmeister Jürgen Jagielski sein Amt in jüngere Hände gelegt. Martin Wohlfahrt war als Schützenmeister und Joachim Krauser als sein Stellvertreter gewählt worden. Der Posten des Kassiers blieb unbesetzt. Bei der Jahresversammlung konnte für dieses Amt nun Matthias Schüßler gewonnen werden, der gleichzeitig auch Zweiter Sportleiter ist. Das Vorstandsteam komplettieren der Schriftführer Uwe Heimrich, Sportleiter Gerhard Kleinhenz und Jugendleiter Andreas Holgersson.
Im Laufe der Versammlung ehrte Schützenmeister Martin Wohlfahrt mit Joachim Krauser verdiente Mitglieder, die dem Verein schon zehn, 25 oder 50 Jahre die Treue halten. Einige Mitglieder wurden gleichzeitig für ihre Treue zum Bayerischen Sportschützenbund (BSSB) ausgezeichnet und einige erhielten vereinsinterne Ehrennadeln.
Des Weiteren verwies Schützenmeister Wohlfahrt auf erfolgreiche Aktionen im vergangenen Vereinsjahr. Nach altem Brauch beteiligten sich die Schützen am Aufstellen des Mai- und Kirchweihbaumes. Rundenwettkämpfe sowie die Vereins- und Dorfmeisterschaft gehörten neben der Königsproklamation zu den Höhepunkten im Vereinsleben.


Alarmanlage für Waffentresor

Wohlfahrt berichtete zudem über die Abnahme der Alarmanlage in Verbindung mit dem Waffentresor. Der Tresor aus dem Jahr 1969 hatte keine Zertifizierung nach neuem Waffenrecht. Die Alternative wäre eine Verschrottung und Neuanschaffung gewesen. Nach Gesprächen mit dem Landratsamt wählte man folgende Lösung: Der Tresor hat in Verbindung mit der Alarmanlage eine Klassifizierung erhalten, die von einem Sachverständigen der Kriminalpolizei Schweinfurt abgenommen wurde.
Bei der Abnahmeprüfung des Langwaffenstandes gab es kleinere Beanstandungen, die sofort erledigt werden konnten. Als Auflage ist es im Rahmen der neuesten Kreisbrandschutzverordnung nicht mehr erlaubt, Holz als Kugelfang zu verwenden. Das Holz wurde von freiwilligen Helfern entfernt und durch eine Stahlplatte ersetzt. Bei dieser Gelegenheit wurden zwei Kleinkaliberstände durch Großkaliberstände ersetzt, auf denen maximal 7000 Joule geschossen werden können.
Im Ausblick verwies Wohlfahrt auf den Umbau des Kurzwaffenstandes, der ebenfalls in Angriff genommen werden müsse. Diese Maßnahme solle ähnlich wie beim Langwaffenstand geschehen, sagte er.
Bei der Überprüfung der Zu- und Abluft am Kurzwaffenstand gab es Beanstandungen. Daher dürfen derzeit auf dem Kurzwaffenstand nur Geschosse mit einer maximalen Mündungsenergie von 600 Joule verwendet werden, wurde mitgeteilt. cr