Da war ganz schön was los im Feuerwehrhaus in Kleinziegenfeld. Über 20 Kinder aus Klein- und Großziegenfeld, teils mit Eltern und Großeltern, waren gekommen, um eine Kinderfeuerwehr ins Leben zu rufen. Schon alleine die zahlreiche Teilnahme bestärkte die Verantwortlichen der Kleinziegenfelder Feuerwehr in der Überlegung.

Kreisbrandmeister Matthias Müller bezeichnete die Gründung der Kinderfeuerwehr in Kleinziegenfeld als einen Meilenstein in der Geschichte der Wehr. Mittelfristig sei dies für Kinder und Jugendliche der richtige Weg hin zu den Dienstleistenden in den einzelnen Wehren. Wenn Kinder einen anderen Weg in ihrer Hobbygestaltung gefunden haben, sei es sehr schwer, sie noch für die Feuerwehren zu gewinnen. Es habe sich gezeigt, dass Feuerwehrleute, die als Kinder gekommen sind, auch oft den Weg selbst als Verantwortliche in den Wehren beschreiten.

Ebenso sah es der Vorsitzende der Kleinziegenfelder Wehr, Josef Eberlein. Nachdem man vor ein paar Jahren vor der Frage stand, ob es überhaupt weitergehen wird, ist die Gründung der Kinderfeuerwehr ein sehr freudiges Ereignis in Kleinziegenfeld. Dritter Bürgermeister Michael Dreiseitel sah die Gründung der Kinderwehr als einen wichtigen Schritt in der Zukunftsorientierung der Wehr.

Kreisbrandinspektor Thilo Kraus gab den Verantwortlichen mit auf den Weg, dass ein guter Start unerlässlich sei. Wenn es den Kindern Spaß macht, das Feuerwehrhandwerk spielerisch zu erlernen, kommen sie immer wieder gern. Dabei sollte Spiel und Spaß jedoch nicht vergessen werden. Aktionen wie Basteln, Spiele oder Ausflüge sollten sicherstellen, dass keine Langweile aufkommt.

Die Kreisfachbereichsleiterin Ingrid Funk sah es auch als positiv an, dass selbst in kleinen Wehren immer öfters schon Kinder- und Jugendarbeit vollzogen wird. Sie und der Weismainer Beauftragte für Kinderfeuerwehren Lukas Klammert sagten jegliche Unterstützung zu. Der Kommandant der Kleinziegenfelder Feuerwehr Jürgen Dück sagte, wenn demnächst "das Spiel mit Wasser und die dabei entstehende Sauerei" abgeht, dies völlig normal sein werde. Und auch einen Namen hatten sich die Kids bereits überlegt. "Wir sind die ,Feuerflitzer'", erklärten sie und nahmen das Feuerwehrauto in Beschlag, wo sie erste Erklärungen bekamen. Gerne könnten weitere Kinder mitmachen, so Vorsitzender Josef Eberlein. rdi