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Nicht mit Pauken und Trompeten, sondern mit Posaune (Gerhard Geuder) und Gitarre (Kollege Bernd Heckel) wurde Gudrun Leistner-Philipp, eine langjährige und verdiente Musikpädagogin der Musikschule Höchstadt, am Dienstagnachmittag von Bürgermeister Gerald Brehm (JL), Gerhard Geuder (Leiter der Musikschule) und Wolfgang Glotz (Personalratsvorsitzender der Stadt Höchstadt) im Rathaus in den Ruhestand verabschiedet.


Abschied nach 31 Jahren

Passend zum Wetter erklang "Summertime" von George Gershwin. Brehm erzählte einiges aus der Vita der Klavierlehrerin: Schon mit acht Jahren lernte sie begeistert das Klavierspiel. Nach der Mittleren Reife an der Wilhelm-Löhe-Schule arbeitete sie sechs Jahre als Verwaltungsangestellte bei den Städtischen Bühnen Nürnberg, nahm aber 1975 im Alter von 24 Jahren das Musikstudium am Konservatorium Nürnberg auf und schloss es 1979 mit der Staatlichen Musiklehrerprüfung II ab. Seit 1987 unterrichtete sie in der Musikschule der Stadt Höchstadt als Klavierlehrerin. Nun verlässt sie am 31. August nach 31 Jahren ihren musikalischen Arbeitsplatz und geht in den Ruhestand.
"Mir hat das Unterrichten sehr viel Spaß gemacht, und in der Musikschule herrscht eine prima Atmosphäre", betont die scheidende Musikerin. Sie erzählte vom Aufbau ihres "Klavierkindergartens" im Jahr 2004. "Das Interesse war zu Anfang sehr groß und der musikalische Kindergarten lief zwölf Jahre lang gut."
Klavier zu unterrichten war ihre Berufung. "Es ist auch Beziehungsarbeit mit Menschen, und es entsteht im Laufe der Zeit ein großes Vertrauensverhältnis zwischen Schüler und Lehrer", erklärt sie.
Auch ihre Kollegin Jelena Roos verabschiedete sich mit einem Strauß Rosen. Vom Bürgermeister und auch vom Personalratsvorsitzenden gab es Kuverts zum Abschied. Nun kann sich Gudrun Leistner-Philipp zu ihrer großen Freude biologisch gesunde Lebensmittel in Höchstadt einkaufen.
"Gott sei Dank ist die Musikschule mit Klavierlehrern - insgesamt zwölf Lehrer bei etwa 400 Schülern - gut aufgestellt. Trotzdem hinterlässt sie eine große Lücke", sagte Gerhard Geuder.