Kloster Banz — Ulrich Witteler, seit Oktober 2013 1. Solocellist der Bamberger Symphoniker, stellt sich zusammen mit seiner Frau, der japanischen Pianistin Hisako Kawamura, am morigigen Sonntag um 11 Uhr im Kaisersaal in Kloster Banz dem Publikum vor.
Für ihr Konzert haben sie als Rahmen zwei Werke gewählt, die zum einen mit ihrer klassizistischen Klarheit (Beethovens zwölf Variationen über Mozarts Thema aus der Zauberflöte "Ein Mädchen oder Weibchen"), zum anderen mit elegischen, weitgespannten Themen aus russischer Seele (Rachmaninoffs Sonate g-moll op. 19 ) einen weiten Bogen über drei Jahrhunderte spannen. Dazwischen ist Schnittkes Sonate aus dem Jahre 1978 zu hören. Schnittke schaffte es innerhalb kürzester Zeit zu einem der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts zu werden. In einem Nachruf auf seinen Tod im August 1998 wurde treffend geschildert, wie dies zustande kam: "Schnittkes eklektische Methode, ein collagehafter Ansatz, in dem viele Stile und Epochen zusammenkamen, war charakteristisch für seine Musik des späten 20. Jahrhunderts, in deren internationalem Umfeld viele Sprachen um Anerkennung rangen, ohne dass eine zur allgemeingültigen avanciert wäre."
Ähnliches gibt es auch zu seiner Cellosonate zu sagen, die ihren Zuhörer mit einer Mixtur aus verschiedenen Stilen, Gesten und mit viel Fantasie immer wieder aufs Neue fesselt.
Karten zu 16 Euro (Schüler/Studenten 5 Euro) gibt es im Vorverkauf beim Tourismusservice Bad Staffelstein (Tel: 09573-33120), bei der Tourist-Information Lichtenfels (Tel. 09571/795 101) und beim BVD Bamberg (Tel. 0951/9808220). Die Abendkasse ist ab 10.15 Uhr geöffnet; Infos unter www.kammerkonzerte-banz.de. red