Die Kindertagesstätte und die Musikschule standen am Dienstagabend auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung in Hemhofen. Zunächst stellte Julia Schimmer vom Institut für soziale und kulturelle Arbeit Nürnberg ihren Abschlussbericht zur Organisationsuntersuchung der Kita vor.

Sie berichtete, dass sich das Defizit der Einrichtung von ehemals 250 000 Euro im Jahr 2016 auf aktuell 38 000 Euro reduziert habe. Dieses Defizit ist durch die im Sommer 2018 vom Gemeinderat beschlossene Zuschusserhöhung von 50 000 Euro gedeckt. Diese deutliche Verbesserung des Ergebnisses sei hauptsächlich durch Einsparungen bei den Personalkosten und höhere Buchungseinnahmen erreicht worden. Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU) lobte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die hohe Bereitschaft von Kita-Leitung und Mitarbeitern.

Natürlich habe sich der Betreuungsschlüssel verschlechtert, er liege aber immer noch im Landkreis-Durchschnitt, erläuterte Julia Schimmer. Für die Zukunft wünscht sich die Leitung, auch angesichts steigender Kinderzahlen, wieder eine Aufstockung des Personals. Dies war auch der zentrale Kritikpunkt aus einer Mitarbeiterbefragung. Alle Beteiligten betonten, dass bei steigender Kinderzahl und damit auch steigenden Einnahmen nichts dagegen spreche. Es sei aber derzeit schwierig, überhaupt entsprechendes Personal zu bekommen.

Musikschule erhöht Gebühren

Für die Musikschule verabschiedete der Gemeinderat einstimmig eine neue Gebührenordnung. Diese sieht eine durchschnittliche Gebührenerhöhung von 3,28 Prozent vor. Beispielsweise würde der Jahresbeitrag für den 45-minütigen Einzelunterricht somit nun 2613 Euro, für den vierköpfigen Gruppenunterricht 653 Euro pro Teilnehmer betragen. Da die Gemeinde weiterhin Zuschüsse für Hemhofener Bürger in Höhe von insgesamt 117 000 Euro gewährt, reduziert sich die Gebühr für Einheimische - im obigen Beispiel auf 1472 bzw. 310 Euro.

Der Gemeinderat betonte, dass diese noch moderate Gebührenerhöhung nur aufgrund einer zusätzlichen jährlichen Defizitanerkennung von 10 000 Euro möglich ist. Man hat sich aber mit der Musiksschulleiterin Sarah Szarek verständigt, diese zusätzlichen Mittel zu gewähren, auch um das neue Gesamtkonzept nicht zu torpedieren. Teil des Konzepts sind Gruppenkurse für Erwachsene und Senioren, die für eine einheitliche Gebühr von 264 Euro angeboten werden.