Die Neugestaltung des Kirchenumfeldes stand bei der Bürgerversammlung in Zell im Mittelpunkt. Der Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) und der Landschaftsarchitekt Ralph Schäffner aus Kitzingen informierten die rund 70 Bürger im Sportheim über einen ersten Gestaltungsvorschlag.
Der Entwurf des Architekten sieht vor, rund um die Marienkirche das Umfeld mit Begrünung und Bäumen zu verschönern. Ein einheitliches Pflaster soll den jetzigen Bodenbelag, der aus verschiedenen Arten besteht, ersetzen. Gegenüber dem Haupteingang der Kirche sieht der Plan eine Sitzgelegenheit und die Aufwertung des Trafohäuschens vor. Außerdem ist vorgesehen, die Bushaltestelle, die sich jetzt noch in einer Haltebucht befindet, auf die Straße zu verlegen, um so für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen, da der fließende Verkehr dann langsamer fahren muss. Weitere Sitzgelegenheiten sollen an der Bushaltestelle und in der Nähe des Feuerwehrhauses entstehen.


Kosten sind noch offen

Nach einer ausgiebigen Diskussion stellte Paulus fest, dass die Planungen grundsätzlich die Zustimmung der Bürger finden. Kleinen Änderungen wie zum Beispiel bei der Ausfahrt für die Feuerwehr oder der Überdachung der Bushaltestelle zeigte sich das Gemeindeoberhaupt aufgeschlossen. Im Sommer soll ein neuer Entwurf vorliegen und in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung vorgestellt werden.
Die Kosten für das Projekt stehen zwar noch nicht fest, jedoch ist laut Paulus sicher, dass die Gemeinde für diese Maßnahme, die im Rahmen einer einfachen Dorferneuerung stattfinden soll, einen Zuschuss von 50 Prozent erhält, maximal 250 000 Euro.
Erneut beklagten Zeller, darunter einige Eltern von Kindergartenkindern, das zu schnelle Fahren entlang des Kirchenumfeldes und somit auch am Kindergarten. Bürgermeister Paulus bedauerte die bürger- und kinderunfreundliche Haltung des Landratsamtes, an dieser Straße kein Tempo-30-Schild zu genehmigen. Während in Westheim und Knetzgau das Tempo-30-Schild genehmigt wurde, erfolge in Zell die Ablehnung mit der Begründung, hier sei lediglich eine Kindergartengruppe untergebracht. Bürgermeister Paulus versprach, sich weiterhin für ein Tempo-30-Schild einzusetzen. "Es kann nicht sein, dass Autos mehr Rechte haben als Kinder", sagte er. Paulus appellierte aber auch an die Eltern von Schul- und Kindergartenkindern, ihre Kinder nur in Ausnahmefällen mit dem Pkw zur Einrichtung zu bringen. Auch das gefährde Kinder unnötig.
Ärger über das Landratsamt äußerten Bürger auch angesichts der Zufahrt zum neuen Tierheim. Die Gestaltung der Zufahrt sorge dafür, hieß es, dass Landwirte massiv bei der Zufahrt auf ihre Grundstücke beeinträchtigt würden. Die Landwirte Hofmann und Sponsel monierten, dass sie den zuständigen Kreisbauhof rechtzeitig auf Fehler in der Planung hingewiesen hätten, dennoch sei die Ausführung falsch vollzogen worden.
Der Geschäftsführer der Gemeindeverwaltung, Robert Selig, kündigte an, dass deswegen auch die Gemeinde vorstellig war und es einen Ortstermin geben werde. Paulus versprach, hierzu die beiden Landwirte Hofmann und Sponsel sowie die Zeller Gemeinderäte Willi Fuß und Fritz Betz dazuzuladen.


Weitere Bauplätze geplant

Weiter informierte Paulus, dass im neuen Baugebiet nur noch ein Bauplatz zum Verkauf stehe. Die Gemeinde plane, demnächst weitere Grundstücke zu erschließen. Ob diese dann weiterhin zum Preis von 78 Euro je Quadratmeter verkauft werden können oder ob dieser steigen wird, müsse der Gemeinderat entscheiden. Im Anschluss an die Neuerschließung sollen dann die Beschädigungen der Straße "Silbersteige" beseitigt werden.