Mit einem Festgottesdienst in der Jakobskirche feierte der Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde Mitwitz sein 60-jähriges Bestehen. Neben der Festpredigt durch Pfarrer Burkhard Sachs und zahlreichen Liedbeiträgen des Chors unter der Leitung von Andrea Gregor-Nowak stand die Ehrung von Sängerinnen und Sängern, die seit 35 bis 60 Jahren im Chor singen, im Mittelpunkt. Besonders erfreut war Pfarrer Sachs, dass er zu diesem Gottesdienst auch seine drei Vorgänger begrüßen konnte. Dies waren Pfarrer Rudolf Henzler, der von 1957 bis 1971 in Mitwitz war und der den Kirchenchor mit aus der Taufe gehoben hatte, Pfarrer Heinz Müller, der anschließend 20 Jahre selbst den Kirchenchor leitete sowie Pfarrer Gottfried Krauß.
60 Jahre Kirchenchor Mitwitz, so Pfarrer Sachs in seiner Festansprache, sei ein großartiger Grund zum Feiern und auf die Chorarbeit zurückzublicken. Er bezeichnete den Kirchenchor als einen wertvollen Schatz der Kirchengemeinde, der trotz aller Höhen und Tiefen seit 60 Jahren durch sein Singen dazu beitrage, Gottes Lob zu verkünden und in die Gemeinde hineinzutragen. Er stellte deshalb auch den Lobgesang der Maria in den Mittelpunkt seiner Festpredigt und betonte, dass Musik und Glaube zusammengehörten, denn Musik, die aus der Seele komme, sei Kirchenmusik.
Viele Dirigenten, musikalisch begabte Pfarrer, Organisten und Absolventen der Berufsfachschule für Musik in Kronach, haben den Chor in der langen Zeit geleitet und geprägt und bei der gemeinsamen Chorarbeit das Fundament geschaffen, dass der Chor bis heute bestehen konnte, so Pfarrer Sachs. Bei allen Jubelkonfirmationen, Festveranstaltungen, Jubiläen, bei besonderen Gottesdiensten und Festtagen im Kirchenjahr habe der Chor stets die musikalische Ausgestaltung dem jeweiligen Anlass entsprechend übernommen. Dafür, so Pfarrer Sachs weiter, gebühre ihm der Dank und die Anerkennung der gesamten Kirchengemeinde. Besonders froh sei man, mit der jetzigen Leiterin des Chores Andrea Gregor-Nowak eine junge und begabte Leiterin zu haben, der man mit der Überreichung eines Blumenstraußes dankte.
Ergänzt wurden die Ausführungen zum Wirken des Kirchenchores noch durch einen festlich-fröhlichen Rückblick von Grete Mittmann, die hierbei so manch lustige Episode aus der Chorarbeit in Versform vortrug. Sie würdigte hierbei auch die Arbeit der zwölf Chorleiter in der 60-jährigen Geschichte des Kirchenchores in seiner jetzigen Form und dankte Gott für eine jahrzehntelang geschenkte Chorgemeinschaft und für den heutigen Tag.
In einem kurzen Gebet dankte sie auch den verstorbenen Chormitgliedern und denen, die aus gesundheitlichen Gründen verhindert waren. Singen im Chor, das ist ein großartiges Erlebnis, aus einer Vielzahl von Tönen und Stimmen, wächst eine Melodie, ein Klang, schließlich ein Werk, an dem jede Sängerin und jeder Sänger teilhat. Mit diesen Worten begann das Dankesschreiben des Präsdenten Reinhold Meiser vom Verband evangelischer Chöre in Bayern, das von Pfarrer Burkhard Sachs vor den Ehrungen verlesen wurde. In dem Schreiben bedankte er sich bei den Sängerinnen und Sängern, dass sie sich an dieser wunderbaren Aufgabe beteiligten, Gottes heilbringende Botschaft zu verkünden, Gemeinschaft ermöglichen und erfahren und nicht zuletzt der Kirche mit ihrer Stimme Klang verleihen. Gleichzeitg bat er alle,weiterhin Gottes Botschaft ihre Stimme zu leihen und in ihrem Singen der Gemeinschaft der Singenden und der Mitwirkung in ihrer Gemeinde Gottes Liebe glaubhaft erfahrbar zu machen. Die Ehrenurkunde und Anstecknadel für 60-jährige Zugehörigkeit zum Kirchenchor erhielten Ottilie Fischer, Grete Mittmann, Else Müller, Hildegard Müller, Helene Rädisch und Hans-Günter Kessel. Für 55 Jahre geehrt wurden Brigitte Reinhold, Ursula Schreier, für 50 Jahre Norbert Schindhelm, für 45 Jahre Erna Wolfert, für 40 Jahre Siegfried Stauch und für 35 Jahre Karin Schindhelm, sowie Chorleiterin Andrea Gregor-Nowak für ihre zehnjährige Tätigkeit als Chorleiterin. hfm