Mit seinen Chorkindern hat Toni Rotter, Organist an der Herzogenauracher Stadtpfarrkirche, ein Kindermusical mit dem Titel "Mäuse in St. Magdalena" erarbeitet. Die Aufführung ist am kommenden Wochenende in der Stadtpfarrkirche.
Unter der musikalischen Leitung von Toni Rotter, der Regie von Meriel Brütting und mit der Unterstützung der Kostümbildnerin Barbara Meerwald haben rund 40 Chorkinder von St. Magdalena in den letzten Monaten die Kirche für sich als Spielort erobert. Für das Musical dient der gesamte Kirchenraum als Bühne. Das Entwickeln der Szenen und die Umsetzung des Theaterstückes wurden durch die Architektur und die Stimmung inspiriert. Begleitet wird der Chor von Lena Webermann an der Geige, Carolina Widuch an der Querflöte und natürlich von Toni Rotter selbst.
Für die Regie zeichnet Meriel Brütting verantwortlich, sie hat ihr theaterpraktisches Studium in den Niederlanden absolviert. Brütting ist Teil eines freien Theaterkollektivs und inszeniert Stücke und Performances mit Menschen aller Altersgruppen. Als nächstes wird sie am Stadttheater Fürth mit dem Jungen Ensemble zusammenarbeiten. Sie freut sich, jetzt in Herzogenaurach wirken zu können, da sie durch ihre Großeltern und ihre Familie schon lange mit der Stadt verbunden ist.
Die passenden Kostüme für die Mäuse sind unter der Ägide von Barbara Meerwald entstanden, einer studierten Bühnen- und Kostümbildnerin. Vor der Familiengründung arbeitete sie an verschiedenen Häusern für Oper, Schauspiel und Ballett im In- und Ausland. Unter anderem entwarf sie Ausstattungen für das Staatstheater Nürnberg, Hebbel Theater Berlin, die Oper Bonn, das Théâtre Royal de la Monnaie Bruxelles und die Greek National Opera. Durch drei singende Söhne bei den Chorknaben St. Magdalena ergab sich jetzt die Gelegenheit, vor Ort wieder im Theaterbereich aktiv zu werden.


Schlau und erfindungsreich

Die Komposition des Musicals stammt von Eric Mayr, der das ursprüngliche Singspiel mit seiner Frau Ursula verfasste. "Eines Tages waren sie einfach da, die Mäuse." Als die Mäuse beschließen, in der Kirche zu wohnen, stellen sie so einiges an. Die Gemeinde schmiedet Pläne, wie sie die Plagegeister wieder loswerden könnte: "Die Idee ist wirklich ungeheuer, aber zu teuer." Die Mäuse machen sich an der Orgel zu schaffen - "Immer so ein Lärm" - und es kommen auch noch Katzen ins Spiel: "Hmm, lecker, Mäuse ohne Ende", und die Lage spitzt sich zu. Die Mäuse überzeugen durch ihre Schlauheit und ihren Erfindungsreichtum und ziehen auf der Suche nach einer passenderen Heimat weiter in die Welt.