Die Jungen und Mädchen des Kindergartens Sankt Jakobus haben den Erntedankgottesdienst in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche ausgestaltet. "Leider sehen wir Erwachsene viel seltener als ihr Kinder, dass uns auf der Welt so vieles geschenkt wird, ohne dass wir etwas dafür tun könnten oder müssen", sagte Prädikantin Christine Gemsjäger.

Sie erzählte die Geschichte eines Mannes, "der immer strahlt und fröhlich ist". Ihr habe er sein Geheimnis verraten. Jeden Morgen nehme er einige Körner aus einer Schale und stecke sie in seine rechte Hosentasche. Und dann warte er einfach ab, was den Tag über passiere. Jedes Mal, wenn er über irgendetwas staune oder sich an etwas erfreue, hole er ein Körnchen aus seiner rechten Hosentasche und stecke es in die linke. Das tue er sehr oft, so Christine Gemsjäger, etwa, wenn er eine Hummel sehe, einen Pilz, der an einem Baumstamm wächst, oder wenn er die warme Sonne auf seinem Rücken spüre. Und am Ende jedes Tages hole er die Körner aus der linken Hosentasche und erinnere sich noch einmal an die großen und kleinen Freuden. Jeder Kirchenbesucher erhielt ein Tütchen mit Getreidekörnern, die die Buben und Mädchen des Kindergartens zurechtgemacht hatten. Die Erntegaben sollen an die Tafel gespendet werden. Prei.