Das Aischtaler Filmtheater Höchstadt (Verein Förderung der Filmkultur e.V.) lädt im Rahmen des Ferienprojekts 2017 unter dem Motto "Wie die Bilder laufen lernten" erneut zu einer Entdeckungsreise in die Geschichte des Kinos ein.
Wie eine Abfolge von einzelnen, kurz nacheinander aufgenommenen Fotos zu einem bewegten Film wird, können Kinder im Alter zwischen 7 und 10 Jahren bei dem Ferienprojekt des Aischtaler Filmtheaters selbst erleben. Zunächst wird der Unterschied von Kino und TV-Gerät geklärt. Erstaunlich für alle Beteiligten ist stets, dass es auch Kinder gibt, die ohne Fernseher aufwachsen. Und dabei auch ohne "Berieselung" sehr zufrieden wirken. Mittels einer praktischen Übung erfolgt die Einführung in das Thema "Trägkeit des Auges", das einige Kinder bereits aus der Schule kennen. Sie kleben auf einen Bierdeckel, der zwischen zwei Schnüren hängt, sowohl das Bild eines Vogels als auch das eines leeren Käfigs. Zwirbeln sie diesen Deckel mittels der Schnüre um eine gedachte Achse, erscheint es ihnen, als befinde sich der Vogel im Käfig. Das Gehirn "baut" aus zwei Bildern eines.
Die Pioniere des Films - und damit des Kinos - schufen sozusagen für die Nachwelt mit diesen und anderen technischen Kenntnissen die "bewegten Bilder", die Möglichkeit eines Archivs belebter Geschichte. Die Kinder können anhand historischer Geräte den Zusammenhang von Licht, Filmtransport und den Übergang von einzelnen, ruckelnden Bildern zum flüssigen Bewegungsablauf nachvollziehen. Anhand einiger Filme aus der Stummfilmzeit werden nicht nur Wohnvorstellungen von damals gezeigt, sondern auch so mancher Filmtrick demonstriert.
Die soziale Lernen wird anhand der filmerischen Umsetzung verschiedener Alltagsszenen (die die Kinder ergänzen können) weitergeführt. Wer kennt es nicht? Zwei Kinder sind miteinander befreundet, ein anderes Kind kommt hinzu und möchte auch mitspielen. Zunächst erfolgt eine Abwehr durch die bereits Spielenden. Seitens Erwachsener oder standhafter Freunde wird das ausgeschlossene Kind ermutigt, nicht aufzugeben und bei seinem Wunsch zu bleiben. Die Abwehr schmilzt dahin und aus möglicher Gegnerschaft wird ein Miteinander. Gefilmt wird dabei sowohl in Super-8-Film als auch auf Video. Die Ergebnisse werden zugänglich gemacht.
Der kostenfreie Kurs für Kinder (nach der 2. Klasse) findet am 1. September im Filmtheater (Koslinger Straße) statt. Anmeldungen können sowohl in den Filmkultur-Briefkasten am Kino als auch in der Beethovenstraße 8 eingeworfen werden.
Wer einen Eindruck von dem Ferienprojekt bekommen möchte: www.aischtaler-filmtheater.net/html/kino_bruecke.html. red
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