So schnell konnte der Kirchaicher Feuerwehrkommandant Norbert Gülta gar nicht schauen, da hatte er schon einen professionellen Verband an der Wade. Eigentlich wollte er nur mal lauschen, wie es so läuft beim Erste-Hilfe-Kurs der Kinderfeuerwehr.
Im zweiten Jahr gibt es die "Feuermoggl" in Kirchaich. Katharina Schneider und ihr Team haben den Kindern aus ganz Oberaurach und den Nachbargemeinden spielerisch viel beigebracht. Das bestätigte sich jetzt beim Erste-Hilfe-Kurs, den Heiko Rödel anbot. Er ist Ausbilder bei den Johannitern und zeigte sich beeindruckt von dem Eifer, den die Kinderfeuerwehrleute an den Tag legen. Wie man einen Notruf absetzt, das wissen die Kinder schon. So konnte sich Heiko Rödel darauf konzentrieren, den Kindern Berührungsängste mit Erster Hilfe zu nehmen.
Viele Menschen schrecken davor zurück, bei Unfällen helfend Hand anzulegen, auch wenn sie schon Lehrgänge absolviert haben. Diese Hemmschwelle versucht Rödel bei seinen Kinderkursen zu überwinden. Wie legt man einen Verband an, welches Verbandsmaterial braucht man für welche Verletzung? Die Kinder lernten schnell, und flugs hatte jeder mindestens einen Verband an Arm, Bein oder um den Kopf.
Schließlich zeigte Heiko Rödel den 22 teilnehmenden Kindern noch den mitgebrachten Krankenwagen. Er erklärte die Ausrüstung und zeigte Situationen auf, in denen Rettungsdienst und Feuerwehren eng zusammenarbeiten. sw