Die geplante Stromtrasse P44mod durch den Landkreis Bamberg ist vom Tisch. Das erklärte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) nach einer Sitzung des Ministerrats der Länder am Dienstag. Die 380-kV-Höchstspannungsleitung sollte von Thüringen kommend über Redwitz und Würgau nach Mittelfranken führen.

Im Landkreis Bamberg war sie entlang der bestehenden 220-kV-Trasse geplant und hätte damit durch die Gemeindegebiete von Wattendorf, Stadelhofen, Scheßlitz, Königsfeld, Litzendorf, Heiligenstadt und Buttenheim berührt. Bei den Bürgermeistern dieser Gemeinden stießen die Überlegungen des Netzbetreibers Tennet auf heftigen Widerstand. Gemeinsam mit Landrat Johann Kalb CSU) unterzeichneten sie mehrfach Resolutionen gegen die Trassenführung.

Ursprünglich hatte Tennet P44 von Redwitz durchs Coburger Land und quer durch die Haßberge nach Grafenrheinfeld in den Netzentwicklungsplan eingebracht. Erst als sich dort massiver Widerspruch regte, kam die Variante P44mod ins Spiel. Laut Aiwanger konnten nun alle P44-Varianten "wegverhandelt" werden. Auch betroffene Politiker im Kreis Bamberg werteten das am Dienstag als "großen Erfolg". hak