Die Einwohner Bambergs haben gezeigt, wie hilfsbereit sie sind: Sie haben Studierenden auf Wohnungssuche, die sich bei der Studierendenvertretung gemeldet hatten, dauerhafte oder vorübergehende Unterkünfte in Bamberg und Umgebung zur Verfügung gestellt. Die Notunterkunft, die die Studierendenvertretung der Universität Bamberg in der universitätseigenen Turnhalle angeboten hatte, musste nicht genutzt werden. Der Hochschulsport findet nun wieder regulär statt, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Universität und der Studierendenvertretung.

"Wir freuen uns, dass alle Studierenden, die sich gemeldet haben, ein Dach über dem Kopf gefunden haben", sagt Luis Reithmeier von der Studierendenvertretung. Auch Kanzlerin Dagmar Steuer-Flieser ist erleichtert: "Das Engagement der Bamberger hat mich sehr beeindruckt. Ich möchte allen, die unseren Studierenden Wohnraum zur Verfügung gestellt haben, im Namen der gesamten Universitätsleitung herzlich danken. Ein großes Lob gilt auch der Studierendenvertretung und den Beteiligten aus der Universitätsverwaltung, die die Notunterkunft eingerichtet haben."

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Zum Semesterstart konnten sich Studierende ohne Wohnung bei der Studierendenvertretung melden. Diese bot vorübergehende Schlafplätze in der Turnhalle in der Feldkirchenstraße 21 an, die von der Universitätsleitung zum Übernachten freigegeben worden war. Insgesamt gab es in diesem Zeitraum knapp 20 Anmeldungen. Die registrierten Studierenden sind inzwischen alle bei Privatpersonen untergekommen, wie Julia Agrikola von der Studierendenvertretung schildert: "Nachdem die Medien über die schwierige Wohnsituation berichtet hatten, haben sich viele hilfsbereite Menschen bei uns gemeldet, die ihr Gästezimmer, ein Schlafsofa oder manchmal auch eine Wohnung angeboten haben." Dies ist aber keine langfristige Lösung: "Wir müssen in Bamberg dringend mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen", fordert Julia Agrikola weiter.

Da die Turnhalle während der vergangenen eineinhalb Wochen nicht als Notunterkunft benötigt worden ist, haben Universität und Studierendenvertretung entschieden, das Angebot einzustellen. red