Der Traum einer Eislaufahn auf dem Lichtenfelser Marktplatz ist ausgeträumt. Ein Antrag der Stadtratsfraktionen der Jungen Bürger, Bündnis90/Die Grünen und der CSU wurde zurückgestellt. Bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Tourismus und Wirtschaft bezifferte Citymanager Steffen Hofmann die Kosten auf 65 000 Euro. Das war den Ausschussmitgliedern zu teuer und der Fraktionsvorsitzende der CSU, Frank Rubner, zog den Antrag "auf Planung eines Konzepts einer Eislaufbahn auf dem Marktplatz für die Zeit nach Weihnachten" zurück.
Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) war es aber angelegen, das Thema zu diskutieren. "Der Gedanke ist gut", räumte er ein, gab aber die hohen Kosten zu bedenken: "Sicherlich können wir Sponsoren ins Boot nehmen, doch die machen sehr viel und wir brauchen sie für andere Projekte." Hofmann sah das größte Problem in dem starken Gefälle des Marktplatzes. Die 45 Zentimeter könne man nur schwerlich ausgleichen. "Aus meiner Sicht ist es unmöglich, das Projekt zu stemmen", sagte der Leiter des Wirtschaftsamts. Monika Faber (SPD) erinnerte daran, dass die Idee einer Eislaufbahn in Lichtenfels nicht neu ist. Bereits Bürgermeister Hauptmann habe vor 25 Jahren eine Anlage realisieren wollen. "Doch es scheiterte an den Kosten", sagte Faber. Eine bestimmte Fläche mit Wasser zu berieseln, ergebe bei Minustemperaturen auch eine schöne Rutschbahn, war ihr Vorschlag.
Georg Meißner (CSU) sah den Marktplatz als Standort einer Eislaufbahn für ungeeignet an. Sie müsse zu Beginn des Adventsmarkts zur Verfügung stehen und nicht erst nach Weihnachten. Er schlug als Standort die Badgasse vor. aw