Die Freiwillige Feuerwehr Reichenbach bekommt nicht ihr Wunsch-Fahrzeug, einen Gerätewagen Logistik 1. Der Stadtrat entschied sich gegen den Antrag der Feuerwehr und verwies auf das bestehende Feuerwehrfahrzeugkonzept der Stadt Münnerstadt.
Im Fahrzeugkonzept ist der Kauf eines Mannschaftstransportwagens vorgesehen. Jetzt hatte die Reichenbacher Feuerwehrleitung ein für sie attraktives Angebot für ein gebrauchtes Logistikfahrzeug aufgetan, wie es dies in dieser Ausstattung in den Münnerstädter Wehren noch nicht gibt. Die Wehr erklärte sich bereit, mit dem Logistik-Fahrzeug Ernstfall-Transporte für andere Wehren zu übernehmen. Die Sache sei mit dem Kreisbrandrat abgesprochen. Dessen positive Stellungnahme verlas 2. Bürgermeister Andreas Trägner. Die Feuerwehr Reichenbach hatte dazu einen gebrauchten Gerätewagen Baujahr 2009 oder 2010 in Aussicht, erläuterte Kommandant Manuel Gessner. Die Kosten wurden auf ca. 34 000 Euro geschätzt.
Der Stadtrat ließ sich von den Argumenten Gessners nicht überzeugen, zumal auch Kommandant Robert Müller von der Münnerstädter Wehr den Kauf kritisch sah. Es wäre unfair anderen Wehren gegenüber, für die ebenfalls ein Mannschaftstransportwagen im Konzept stehe. Müller betonte, dies ungern zu sagen, weil es eine sehr enge Kooperation mit der Reichenbacher Wehr gebe. Allerdings fand Müller, ein solcher Logistik-Gerätewagen sollte bei der Stützpunktwehr eingestellt sein. Für Münnerstadt steht dies auch im Fahrzeugkonzept. Ähnlich äußerte sich der Feuerwehrreferent des Stadtrates, Johannes Röß (CSU), während der Reichenbacher Ortsreferent Fabian Nöth sich für eine Änderung des Konzeptes aussprach. Drei Reichenbacher Stadträte stimmten für den Kauf des Fahrzeuges. Die restlichen Stadträte entschieden dagegen. Die Wehr soll wie geplant einen neuen Mannschaftstransportwagen erhalten.
Auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigten sich die Stadträte bei einer Formulierung, die schon seit Wochen für Diskussionen sorgt. Es ging um eine Textpassage im Integrierten Ländlichen Entwicklungsprogramm (ILEK), das die NES-Allianz für ihre Kommunen erstellt. Darin wird eine Aussage zum Münnerstädter Hallenbad getroffen.


ILEK-Diskussion geklärt

Die ursprüngliche Version habe den Eindruck erweckt, die Stadt wolle das Hallenbad mit Hilfe der Allianz-Kommunen sanieren, erklärte Hohenroths Bürgermeister Georg Straub in der Sitzung. Diese wurde von den Allianz-Bürgermeistern abgelehnt. Die daraufhin gewählte Formulierung hieß: "Das Ziel der Stadt Münnerstadt ist es, das Hallenbad für den Schulsport und den Freizeitbereich zu sanieren und mit den Mitgliedsgemeinden eine gemeinsame Nutzung für den Schulsport anzustreben." Dieser Satz missfiel den Hallenbadgegnern im Münnerstädter Stadtrat. "Wir haben einen Abbruchbeschluss", erinnerte in der Sitzung Klaus Schebler. Diese Formulierung gehe davon aus, dass das Bad saniert wird. Schließlich fand sich ein Kompromiss, mit dem alle Seiten (Stadträte und Allianz) leben können. Dieser besagt nun, dass für den Fall einer Sanierung des Hallenbades mit den Mitgliedsgemeinden eine gemeinsame Nutzung für den Schulsport angestrebt wird. Weitere Aussagen, beispielsweise zu einer Beteiligung an den Betriebskosten, gibt es nicht.