Rund 472 000 Euro hat die Karl-Felix-Gebhardt-Stiftung, die vom Markt Gößweinstein verwaltet wird, auf ihrem Konto. Aus Stiftungsmitteln wurden in den letzten Jahren viele Vereinsprojekte gefördert. Nicht so in diesem Jahr, da nach Erhalt des Grundstockvermögens nur 1431 Euro ausschüttbar sind.
Gegen die Stimmen von Georg Lang und Peter Helldörfer (beide CSU) entschloss sich der Marktgemeinderat, in diesem Jahr kein Geld aus der Stiftung auszuzahlen, und folgte somit dem Beschlussvorschlag der Verwaltung. Konnten letztes Jahr noch 10 700 Euro ausgeschüttet werden, stieg der Prozentsatz zum Erhalt des ungeschmälerten Grundstockvermögens von 0,5 auf 1,8 Prozent an. Außerdem sind die Zinsen im Keller.
Es gingen aber zahlreiche Zuschussanträge ein, unter anderem von der Kirchenstiftung Kleingesee die für die rund 46 000 Euro teure Sanierung der Kirchenorgel in der Herz-Jesu-Kirche einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro beantragt hatte. Laut Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (BMG) müssen jedes Jahr neue Anträge gestellt werden.
Außerdem wollte Helldörfer wissen, warum sein Antrag auf Jugendförderung für die Turnhallenbenutzung, der seit Februar im Rathaus liegt, noch immer nicht behandelt wurde. Eine Antwort erhielt er aber auch diesmal nicht, was ihn dazu veranlasste, "macht weiter, das bringt nichts" an die Adresse von Zimmermann und Geschäftsführer Peter Thiem auszurufen.
Die Stellplatzsatzung wurde an die neue Mustersatzung des bayerischen Gemeindetags angepasst, die eine niedrigere Anzahl von Plätzen vorsieht. Jürgen Kränzlein (SPD), den Juristen im Rat, überzeugte diese Satzung inhaltlich nicht. "Da im Einzelfall aber immer davon abgewichen wird, stimme ich zu", erklärte Kränzlein.


Innen statt außen entwickeln

Einstimmig fiel auch der Beschluss, vorrangig Innenentwicklung zu betreiben. Denn aus der Förderinitiative "Innen statt außen" könnte es einen höheren Zuschuss geben, wenn die Marktverwaltung ins Pfarrhaus umzieht und somit keine Flächen für einen Neubau auf der grünen Wiese verbraucht werden.


Kein neuer Jugendpfleger

Helldörfer wollte wissen, wann der neue Jugendpfleger eingestellt wird. Dazu gab Bürgermeister Zimmermann bekannt, dass es noch keinen geeigneten Bewerber gebe und die Stelle neu ausgeschrieben werden müsse. tw