Aufrecht stehende, tiefrote Geranien, violett-blaue Lobelien und leuchtend gelbe Husarenknöpfchen - so hat die Gärtnerei Roßband die hölzernen Blumenkästen, die die Mainleuser Brücke über den Main schmücken sollen, bepflanzt. Ausnahmslos mit Blumen, die die Sonne lieben. Doch kaum waren die Blumenkästen geschmückt, waren die Blumen auch schon wieder weg. Offenbar hatte ein Langfinger ebenfalls Gefallen an ihnen gefunden. "Die Blumen wurden fachmännisch umgetopft. Nicht einfach herausgerissen", erklärte Bürgermeister Robert Bosch.

Kurzerhand pflanzte die Gärtnerei noch einmal nach. Denn schließlich sollte die Mainleuser Mainbrücke zum ersten Brückenfest mit bunter Blütenpracht geschmückt sein. Die Blumenkästen wurden auf Initiative des Quartiersmanagements Markt Mainleus, insbesondere durch die Lenkungsgruppe, aufgehängt. Sie sind mit einer automatischen Bewässerung ausgestattet. "Der Pflegeaufwand hält sich in Grenzen", so der Bürgermeister.

Aufgehängt werden durften die Kästen allerdings nur außen am Geländer, nicht innen. Der Grund: Verkehrssicherheit. Bürgermeister Robert Bosch freute sich über die vielen Besucher, die zum ersten Brückenfest zu Fuß oder per Fahrrad gekommen sind. "Der Main ist nicht nur Namensgeber für den Markt, sondern war auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor", betonte Bosch. Und genau diese Bedeutung solle mit dem Fest am Mainufer wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung gebracht werden.

Der stellvertretende Landrat Jörg Kunstmann erinnerte an die Fertigstellung der Brücke. Der Landkreis hat eine halbe Million Euro investiert. Die Blumen und Fahnen werten die Brücke auf.

Die Idee, die Brücke zusätzlich mit Blumen zu schmücken, komme von den Bürgern selbst, so der stellvertretende Landrat. Die neuen Städtebauförderprogramme beziehen die Bürger in die Planungen von Anfang an mit ein. "Das ist Bürgerbeteiligung pur. Wer seine Heimat mitgestaltet, der fördert sie und weiß sie auch zu schätzen", so Kunstmann.

Rasengittersteine

Am Mainufer wird derzeit eine Fläche mit Rasengittersteinen befestigt. Sie dient dazu, auch schweren Feuerwehrfahrzeugen ein Befahren des Ufers zu ermöglichen. Anschließend wird die Fläche neben dem Flößerstein wieder begrünt.