Für die öffentlichkeitswirksame Demonstration ihres Glaubens bedankte sich Stadtpfarrer Helmut Hetzel am Fronleichnamstag bei den Helfern und einer großen Anzahl Gläubiger. Frühzeitig hatten auch die Anwohner des Prozessionswegs die Häuser mit Fahnen und Blumen geschmückt. Gestaltet wurde die Feier in Konzelebration von Stadtpfarrer Helmut Hetzel, Professor Dr. Elmar Klinger sowie Kaplan Pater Moison Michael MSFS. Als Vertreter der Kirchen nahmen Seelsorgebereichsräte und Kirchenräte von St. Maria Magdalena und St. Otto teil sowie Kommunionkinder.

Da das Wetter mitspielte, konnte die Messfeier auf dem Marktplatz begangen werden. Hetzel würdigte die gute Zusammenarbeit in Herzogenaurach, die es ermögliche, das Podium auf dem Marktplatz für den Fronleichnamsgottesdienst zu nutzen.

Hetzel begann seine Predigt mit: "Wir alle trauen uns was!" Denn die Herzogenauracher gehen auf den Marktplatz und zeigen sich als Christen in der Öffentlichkeit. "Obwohl es in der heutigen Zeit eigentlich besser wäre, sich hinter Kirchenmauern zu verbergen wegen zahlreicher Vorwürfe, die uns beschämen müssten, Finanzskandalen und Missbrauchsvorwürfen, aber auch der Umgang mit Frauen oder wiederverheirateten Geschiedenen." Für Hetzel ist die Glaubwürdigkeit der Kirche besudelt. Mit den Worten: "Es kommt auf Jesus an, der uns Mut macht, unseren Weg in der Öffentlichkeit zu gehen, selbstbewusst als Christen in dieser Welt", schloss Hetzel. Nach der Eucharistiefeier formierte sich die Prozession. Neben Heiligenfiguren wurden die in der Stadtpfarrkirche verwahrten Zunftstäbe von Handwerkern aus Herzogenaurach mitgeführt.

Das Fronleichnamsfest in Hannberg begann mit einem Gottesdienst, danach trug Pater Claus Bayer die Monstranz mit dem Leib Christi unter einem barock-roten Himmel durch die Straßen. Die prunkvolle Prozession wurde von sehr vielen Gläubigen begleitet; darunter Kinder, die Blumen streuten.  Die Figur des heiligen Josefs wurde von verheirateten Männern getragen, die Figur des heiligen Wendelins von unverheirateten Männern und die barocke Marienfigur Maria Siegerin aus der Pfarrkirche von Frauen des Trachtenvereins Großenseebachs. Erstmals hatten Frauen ein Blumenbild erstellt und eine Station ausgeschmückt. maw/red